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Als Basis für unsere Städtetour Amsterdam haben wir uns einen kleinen Campingplatz in Zeeburg ausgesucht. Hier trifft man Reisende aller Art: Vom Rucksacktouristen, Großfamilien mit Zelt bis hin zum komfortablen Wohnmobil ist hier alles vertreten. IMG 6989-ba Der Preis von € 22.- für ein Wohnmobil mit zwei Personen ist für einen stadtnahen Campingplatz ok. Vor ein paar Wochen waren wir schon einmal mit Freunden aus Berlin hier, mussten unsere Reise aber am folgenden Tag abbrechen, Anne und ich haben uns eine fürchterliche Erkältung eingefangen. Nun wollen wir diese Städtereise noch einmal in Angriff nehmen.
Nach einer ruhigen Fahrt erreichen wir den Campingplatz Zeeburg, Zuider IJdijk 20 und richten unser Wohnmobil aus. Der Blick in den Himmel lässt nichts Gutes erahnen. Wolkenverhangener Himmel und leichter aber stetiger Nieselregen trüben etwas die Stimmung. Aber urplötzlich klart der Himmel auf und wir gehen schnell zur Tram-Haltestelle. Tickets können an der Rezeption gekauft werden. Mit der Linie 26 ist man in etwa 15 Minuten an der Amsterdamer Centraal Station. Von hier aus kann man die bekanntesten Touristenattraktionen Amsterdams zu Fuß, mit dem Bike oder dem Canal-Bus problemlos erreichen. Dieser Bahnhof ist schon etwas ganz besonderes, sieht er von außen mit seinen beiden Uhrentürmen doch eher aus wie eine Kirche. Das wunderschöne Hauptgebäude ist aus dem Jahre 1889 und wurde auf einem Fundament von 8000 Baumstämmen errichtet, um das Gebäude zu stabilisieren.

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Zu den meist besuchten Attraktionen zählen die Museen, in Amsterdam gibt es über 50 verschiedene, zusätzlich noch die vielen Kunstgalerien, die jährlich viele Millionen Besucher anlocken. Jeder hat wohl schon mal was vom Van Gogh-Museum oder dem Anne-Frank-Haus gehört. Heute steht allerdings kein Museumsbesuch an, wir wollen die Altstadt zu Fuß erkunden.
Wir biegen also an der Centraal Station in die belebte Damrak ein und gehen Richtung Dam. Dieser Platz wird ausschließlich von den Touristen, Straßenkünstlern und unzähligen Tauben dominiert. Der Dam ist einer der ältesten Plätze und das Herz von Amsterdam. Zwei Bauwerke fallen besonders auf, die Nieuwe Kerk aus dem 15.Jh. und der Königliche Palast von 1655. Früher diente der Palst als Rathaus und war das größte Verwaltungsgebäude Europas. Der Bruder von Napoleon, König Louis Napoleon ließ das Rathaus 1808 in einen Palast umbauen. Heute wird der Palast für offizielle Anlässe und für den Empfang von königlichen Gästen und Würdenträgern von der Königin Beatrix genutzt und kann auch besichtigt werden. Der Eintritt beträgt € 4,50, Kinder unter 4 Jahren haben freien Eintritt. Ein weiteres Highlight ist das Wachsfigurenkabinett Madame Tussaud´s. Das Museum erstreckt sich über 4 Etagen und beschäftigt sich auch mit der Geschichte des früheren Amsterdam. Anne und ich haben schon vor Jahren diesem Museum einen Besuch abgestattet und verzichten diesmal auf einen Besuch. Der Eintritt beträgt € 21,- für Erwachsene und für Kinder von 5-15 J. € 16,-

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IMG 7087Das Wetter ist nun doch sehr beständig und wir beschließen, 24-Stunden-Tickets für den Canal-Bus zu kaufen. Amsterdam erkundet man am besten mit dem Boot. Mit dem Ticket darf man 24 Std. auf vier verschiedenen Routen nach Lust und Laune Amsterdam erkunden. Der Canal-Bus hält an 20 verschiedenen Anlegern. Fährt man alle vier Routen ab, hat man nahezu alle Sehenswürdigkeiten rund um die Altstadt gesehen. Alle Highlights werden in sechs verschiedenen Sprachen über Lautsprecher angekündigt. Der Canal-Bus bringt uns zu allen bekannten Grachten und wir können Amsterdam von seiner schönsten Seite erleben. Wer will, kann die Grachten auch mit dem Wassertreter erkunden, aber Vorsicht, man hat sich schnell in diesem Labyrinth verirrt. Der Preis beträgt pro Person € 22,-.

Wir sind wieder einmal überrascht, wie viel Wasser es in Amsterdam gibt. Es gibt hier 165 Grachten und Amsterdam wird auch "Venedig des Nordens" genannt. Die Innenstadt wird durch vier Hauptgrachten durchzogen: Die Heren-, Keizer-, Singel- und Prinzengracht. Die Herengracht ist wohl die prachtvollste. Wir haben in den zwei Tagen alle wichtigen Grachten kennengelernt. Jeden Tag werden ca. 600.000 Kubikmeter Wasser aus dem Ijsselmeer in die Amsterdamer Grachten gepumpt, damit das Wasser in den Grachten nicht zu schmutzig wird. Auf diese Weise wird ca. alle drei Tage das Wasser in den Grachten komplett ausgetauscht. Durch diese Prozedur sind die Grachten heute ziemlich sauber, obwohl die trübe Färbung oft was anderes vermuten lässt. Auf den Fahrten haben uns besonders die vielen Brücken und gut erhaltenen Häuser mit den verschiedenen Giebeln beeindruckt.

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Die erste Fahrt führt uns durch die Prinsengracht zum Anne-Frank-Haus und zur Westerkerk. Anne Frank und ihre Familie versteckten sich für mehr als zwei Jahre in diesem Haus um der Judenverfolgung zu entkommen und wurden schließlich doch noch von den Nazis entdeckt und in ein Konzentrationslager deportiert. Dort starb Anne Frank, ihr Vater überlebte und veröffentlichte ihr Tagebuch, welches sie in diesen zwei Jahren niederschrieb. Das Tagebuch wurde in 50 Sprachen übersetzt und jährlich besuchen fast 1 Millionen Besucher dieses Museum.

IMG 7034-ba IMG 7038Die Westerkerk ist die wohl renommierteste Kirche der Niederlande und ist die Grabstätte Rembrandts. Bei der Einweihung 1631 war sie die größte protestantische Kirche der Welt. Der berühmte Turm der Kirche wurde 1638 fertiggestellt und ist mit 85 Metern der höchste von Amsterdam.
Die größte Glocke wurde 1636 gegossen und ist fast 7,5 Tonnen schwer. Sie wird zu jeder vollen Stunde geläutet.
Königin Beatrix und Prinz Claus heirateten 1966 hier.

IMG 7166IMG 7164Als wir in die Reguliersgracht einbiegen, erleben wir ein besonderes Highlight. In Höhe der Kerkstraat hat man einen tollen Blick auf alle 15 Brücken der Reguliersgracht.
Die Grachten gehören natürlich zu den Hauptattraktionen von Amsterdam und eine Rundfahrt mit einem Boot ist für jeden Touristen ein absolutes "Muss". Auf unserer heutigen Fahrt haben wir schon unzählige Brücken passiert. Die Grachtenboote sind schon ziemlich flach gebaut, dennoch haben wir bei einigen Brücken höchstens 20 cm Kopffreiheit. Jede Brücke ist für den Fotografen ein willkommenes Motiv, die Geländer eignen sich besonders gut um die Fahrräder anzuketten. Bei manchem Rad hat man allerdings den Verdacht, dass sie vom Besitzer nicht mehr abgeholt werden.

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maagere brug-340Eine der auffälligsten Brücken in Amsterdam ist zweifelsohne die "Magere Brug". Sie wurde 1671 als kleine Fußgängerbrücke erbaut und erhielt von der Bevölkerung den Namen "Hühnchenbrücke", da sie so klein war. Erst viel später erhielt sie den heutigen Namen. Sie ist eine Ziehbrücke und wird täglich mehrere Male geöffnet. Sie wird heute nur noch von Fußgängern und Radlern benutzt. Besonders schön ist sie anzusehen, wenn abends 1200 Glühlampen die Brücke beleuchten.
Aber auch die mit Kaiserkronen verzierte Blauwbrug (Blaue Brücke) ist besonders sehenswert. Auf unseren vier verschiedenen Bootstouren (blaue, gelbe, rote und grüne Linie) haben wir mehrere Male diese wunderschöne Brücke passiert.
Unser Boot fährt nun von der Prinsengracht in die Leidsegracht, um kurz danach in die Singlegracht einzubiegen. Wir fahren am Casino vorbei und legen am größten und beliebtesten Museum der Niederlande, dem Rijksmuseum an. Hier haben wir einen längeren Aufenthalt, der Bootsführer macht seine Kaffee- und Zigarettenpause. Das Museum wurde 1885 eröffnet und beherbergt berühmte Gemälde sowie prachtvolle Möbel. Hier hängt auch Rembrandts legendäre Nachtwache. Momentan finden bis 2013 umfangreiche Renovierungs- und Umbauarbeiten statt, trotzdem bleibt das Museum in dieser Zeit geöffnet. Der Eintritt kostet € 8,- pro Person.

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Wir beschließen, den Tag mit einem Besuch des Chinatown zu beenden. Unser Canal-Bus fährt uns zurück, durch die Keizersgracht und Binnen-Amstel bis zum Anleger am Waterlooplein. Der Waterlooplein ist ein berühmter Flohmarkt, der schon seit 1882 besteht. Auf über 300 Verkaufsständen wir hier Secondhandbekleidung, Haushaltswaren und Sonstiges angeboten. Hier steigen wir aus und gehen über die Jodenbreestraat Richtung Nieuwmarkt. Hier war heute ein großer Markt, jetzt wird gerade klar Schiff gemacht. Das ganze Jahr über finden hier Bücher-, Antik- und allgemeine Warenmärkte statt. Früher diente dieser Platz als Viehmarkt und Hinrichtungsplatz, Verurteilte kamen hier unter die Guillotine. Der Nieuwmarkt liegt direkt am Rande des Rotlichviertels und gehört zum Chinatown. 1614 wurde hier die Stadtwaage (De Waag) errichtet. Ich mache noch schnell einige Fotos von DeWaag, bevor wir ins Chinatown eintauchen.

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Chinatown ist das älteste chinesische Viertel auf dem europäischem Festland. Viele chinesische Menschen flüchteten durch Kriege und Hungersnot aus ihrem Land und heuerten als Seeleute auf Handelsschiffen an. Während der Weltwirtschaftskrise wurden viele Seeleute wieder entlassen und sie blieben in der Nähe vom Hafen. So entstand langsam dieses chinesische Viertel. Aber nicht nur chinesisches ist hier anzutreffen, es gibt auch unzählige thailändische, japanische und koreanische Restaurants, Boutiquen, Massagesalons und Supermärkte. Es ist interessant anzusehen, was so alles in den Fenstern der Restaurants an Tieren und Waren aller Art ausgestellt wird. Viele fremde Gerüche wehen in unsere Nasen. Anne ist für eine Mahlzeit nicht zu überreden, ich hätte vielleicht doch mal probiert. Auf der Zeedijk bewundern wir den größten buddhistischen Tempel Europas, den He Hua Tempel (für Lotusblume). Wir haben für heute genug gesehen und erlebt und gehen Richtung Centraalstation und fahren mit der Linie 26 zurück zu unserem Stallplatz, wo wir in aller Ruhe den Abend genießen.

IMG 7225-baAm nächsten Morgen stehen wir sehr früh auf, da wir heute die restlichen Schifftouren machen wollen. Das Wetter sieht am Anfang nicht gerade berauschend aus, aber am späten Vormittag kommt doch tatsächlich noch die Sonne zum Vorschein. Diesmal steigen wir am Osthafen in den Canal-Bus ein, der uns direkt zum Nemo bringen wird. Dieses tolle Museum bietet Wissenschaft und Technik zum Anfassen. Ein großer Teil der Ausstellung ist für Kinder zwischen 6 und 16 Jahre zugeschnitten. Schon bei der Einfahrt in die Centraalstation ist uns dieses grüne Museum aufgefallen, es erinnert an die Form eines U-Bootes.
Im Untergeschoss des Museums machen wir noch eine Kaffee-Pause, dann gehen wir zurück zum Anleger und warten auf unseren Canal-Bus. Dieser fährt uns dann am Musikpalast und dem Passagierterminal vorbei Richtung Schifffartsmuseum. Wir biegen in die Entrepotdok, einem sehr schmalen Kanal ein und sind völlig überrascht: Uns umgibt Natur pur. Rund um den Artis-Zoo hat man nicht mehr das Gefühl in einer Stadt zu sein. Der Artis-Zoo zieht jedes Jahr unzählige Besucher an. Auf einem riesigen Areal können Sie viele Tiere und einen nachgebauten Regenwald bewundern. Der Eintritt beträgt pro Person € 14,-

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Ein Wort noch zu den vielen Hausbooten: Es gibt sie zu Hunderten. Einige sind wunderschön, andere wiederum gehören eigentlich verschrottet und andere werden an Touristen vermietet. Rund 3000 Amsterdamer leben heute auf ihren Hausbooten. Sie sind an das Frischwasser- und Abwassernetz angeschlossen. Auch die Fäkalien werden über Schläuche entsorgt. Das so viele Amsterdamer in Hausbooten leben, liegt nicht allein an den Mietpreisen, es ist einfach schön, auf und am Wasser zu leben. Allerdings sind die meisten Boote ziemlich eng, sind aber gemütlich eingerichtet.

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Der Tag neigt sich langsam dem Ende zu, so steigen wir wieder wie am Vortag am Waterlooplein aus und spazieren Richtung Rotlichtviertel. Hier gibt es einige Bordelle und Striplokale, aber wir hatten nicht unbedingt das Gefühl in einer etwas anrüchigen Gegend zu sein, da geht es auf St. Pauli in Hamburg schon anders zu.  Vielleicht lag es aber auch nur an der Tageszeit: Sonntag 18 Uhr und es geht erst später richtig los. Wer nach Amsterdam kommt, muss unbedingt hier vorbeischauen, denn das Rotlichtviertel gehört zu Amsterdam wie die Grachten.
An dieser Stelle verabschieden wir uns von Amsterdam und fahren zu unserem Wohnmobil zurück. Es waren zwei erlebnisreiche Tage. Zum Abschluß möchte ich aber noch einige bemerkenswerte Kirchen und Gebäude zeigen:

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Bild oben links: Sint Nicolaaskerk, Bild oben mitte: Zuiderkerk, Bild oben rechts: Ronde Kerk
Bild unten mitte: Montelbaanstoren, Bild unten rechts: Schreierstoren

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Bevor wir wieder nach Hause fahren, wollen wir noch zwei Tage in Sneek am Sneekermeer verbringen. Diese zwei Tage sollen der Erholung dienen, Anne hatte in der letzten Zeit viel Stress in der Firma und möchte mal ausspannen. Die Zeit in Sneek war wunderbar, wir sind viel mit dem Rad bei wunderschönem Wetter unterwegs gewesen. Der Stellplatz De Domp am Yachthaven ist 1a.

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