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Diese Städtereise machen wir zusammen mit unseren Freunden aus Berlin, Petra, Werner und Mathias. Wir treffen uns in Leipzig und fahren die restliche Strecke nach Prag gemeinsam. Wir haben uns für den Campingplatz SOKOL TROJA entschieden und treffen am späten Nachmittag ein. Der Platz liegt in ruhiger Umgebung des Villenviertels Troja. Der Preis beträgt in der Vorsaison für zwei Personen mit Womo 400 CZK. In der Hauptsaison erhöht sich der Preis auf 550 CZK. Mit dem Bus Nr. 112 ist man in etwa 10 Minuten an der U-Bahnstation Nádraží Holešovice, von dort gibt es eine schnelle Verbindung überall in die Stadt.
In der unmittelbaren Umgebung des Campingplatzes befindet sich das Barockschloss Troja und der Prager botanischer- und zoologischer Garten.

Wir haben uns entschlossen, die gesamte Altstadt zu Fuß zu erforschen. Eines unserer ersten Ziele ist natürlich die Karlsbrücke über die Moldau, sie zählt zu den ältesten Steinbrücken Europas. Begrenzt von zwei Türmen ist sie nur für Fußgänger geöffnet und von Touristen belagert, ein Muss für jeden Prag-Besucher.

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Die Brücke (Karluv most) verbindet über 16 Bögen die Stadtteile Malá Strana und Staré Mesto. Sie war seit 1883 auch für die Pferdebahn und Anfang des 20en Jahrhunderts auch für die elektrische Straßenbahn geöffnet.
Zahlreiche Heiligenfiguren säumen die Ränder der Brücke. Die bekannteste ist der Heilige Jan Nepomuk. Der Sage nach soll er an dieser Stelle in die Moldau geworfen worden sein. Auf der Ostseite befindet sich der Altstädter Brückenturm mit den Figuren von Kaiser Karl IV und seinem Sohn Wenzel IV. Vorbild für die Brücke war übrigens die Steinerne Brücke von Regensburg, sie wurde deshalb auch früher Prager Brücke genannt.

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Prag wird auch "Venedig an der Moldau" genannt. Die Moldau ist eine Lebensader der Stadt, für die Stimmung und Erscheinung der Stadt ist sie wesentlich, sie prägt Prag. Die Moldau fließt in die Elbe. Entlang des Flusses führt der Moldau-Radweg, der ab Prag Elberadweg heißt.
Für heute sind wir genug gelaufen, wir sind recht müde und wollen am Wohnmobil noch einige schöne Stunden verbringen, deshalb machen wir uns auf den Heimweg. Unser Weg zurück führt uns durch kleine, verträumte Gässchen. Überall locken kleine Kneipen und Restaurants zum Einkehren. Wir bleiben standhaft und fahren zum Campingplatz zurück.

pulverturmgemeindehaus-(1)Unsere heutige Tour durch Prag beginnt wieder auf dem Platz der Republik (Náměstí republiky). Als erstes fällt hier das Gemeindehaus (Obecni dum) auf. Dieser repräsentative Bau ist eine der Perlen Prags. Hier wurde 1918 die Unabhängigkeit von Österreich-Ungarn und damit die Gründung der ersten eigenständigen Tschechoslowakischen Republik erklärt. Und Jahre später traf sich hier der künftige Präsident der demokratischen Tschechischen Republik, Václav Havel, mit Vertretern des kommunistischen Regimes, das kurze Zeit später zusammenbrach. Man kann die Jugendstilatmosphäre gemütlich bei einer Tasse Kaffee genießen: im Kaffeehaus oder in einem der beiden Restaurants im Gebäude.
Direkt neben dem Gemeindehaus steht der gotische Pulverturm (Prasná brána), er zählt zu den 13 Befestigungstürmen und Toren die einst die Altstadt von Prag umgaben. Seinen Namen verdankt der Turm dem bis Ende des 17. Jahrhunderts hier gelagerten Schwarzpulvers. Der 65 Meter hohe Pulverturm ist Tor auf der königlichen Route durch die Altstadt über die Karlsbrücke hinauf auf den Hügel zur Burg.
stadtrundfahrt-(1)Wir überqueren die Karlsbrücke, die von hunderten Touristen bevölkert wird und sehen am Straßenrand rote, auf alt getrimmte offene Oldtimer. Das Wetter ist super, kurz entschlossen steigen wir ein und lassen uns durch die Prager Altstadt fahren. Für 5 Leute bezahlen wir 60 €, das ist ein fairer Preis.
Nach dieser tollen Fahrt möchten wir die Prager Burg besuchen. Sie zählt sicher zu einer der Hauptattraktionen der tschechischen Hauptstadt. Sie erhebt sich über der Stadt und wirkt gewaltig und imposant.
In meinem Reiseführer stand, dass vor allem in den Abendstunden ein Blick von der Altstadt aus lohnt, weil das ganze Areal durch Scheinwerfer erleuchtet ist. Leider war uns dieses Highlight nicht vergönnt, da wir abends immer auf dem Campingplatz waren.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Prager Burg zu gelangen, zum Beispiel mit der „Touristen“-Straßenbahnlinie 22. Von dort sind es nur noch wenige Schritte zur Burg. Ein anderer Zugang beginnt in der Nähe der U-Bahn-Station Malostranska. Von hier führen Treppen einen etwas längeren Weg hinauf.

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Wir entscheiden uns für den längeren Fußweg und gelangen zuerst zur berühmten Nerudagasse. Sie heißt auf Tschechisch "Nerudova" und führt vom Kleinseitner Ring hinauf bis zum Hradschiner Platz. Sie ist eine der stimmungsvollsten Kleinseitner Gassen und, auch wenn sie recht steil ist, unbedingt einen Spaziergang wert. Am Ende der Gasse angekommen gönnen wir uns auf der Terrasse einer kleinen, typisch Prager Kneipe, den verdienten Lohn.
Nach dieser verdienten Pause machen wir einen ausgiebigen Rundgang, am königlichen Palast und den St.-Veits-Dom vorbei. Seit 1918 ist die Burg auch der offizielle Sitz des tschechischen Präsidenten. 1918 als Tschechien gegründet wurde, wurde der Palast zum Sitz des Präsidenten, ebenso wurden im zweitem Weltkrieg hier die Kronjuwelen in Sicherheit gebracht. Viele Zimmer des Schlosses sind für Besucher zugänglich, das Schloss bietet aber auch geführte Touren in vielen Sprachen durch Schloss. Es heißt also, genug Zeit mitzubringen, um sich alles in Ruhe ansehen zu können, nicht zuletzt um auch den wunderschönen Blick von hier oben hinunter in die anderen Teile der Stadt zu genießen.

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St-veitsDer St.-Veits-Dom ist eine der großen gotischen Kathedralen Europas und hat seinen Platz hoch über der Moldau, eingebettet in das Gelände der Prager Burg. Wichtiger Tipp für Besucher ohne Höhenangst: Eine Besteigung des 99 Meter hohen Hauptturm des Doms. Eine bessere Aussicht über Prag werden Sie kaum finden. Aus Zeitgründen haben wir auf eine Besichtigung des Doms verzichtet, wir holen dies sicherlich beim nächsten Besuch der Stadt nach.
Nach dem Rückweg über die Karlsbrücke biegen wir links ab und spazieren am Rudolfinum vorbei in Richtung jüdischen Viertel Josefov. Das Rudolfinum ist der erste moderne Multifunktionsbau Prags. Unter anderem befanden sich hier die Gewerkschaften für Musik, für bildende Kunst oder auch für Kunstgewerbe.
Im Judenviertel fällt besonders der alte jüdische Friedhof, auch "Beth Chaim" genannt, auf. Er ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Prags. Der Friedhof liegt zwischen Pinkas- und Klaus-Synagoge. Zu den bekanntesten Persönlichkeiten, die hier begraben liegen, gehören Mordechai Maisel und Rabbi Löw. Im 18. Jahrhundert fand hier die letzte Bestattung statt. Die vielen Grabsteine, etwa 12.000 an der Zahl, stehen eng beieinander und sind heute noch gut erhalten.

judenviertel-(4)museumAus Platzmangel wurden die Toten in mehreren Schichten übereinander bestattet, in bis zu 12 Lagen. Die jüdische Tradition verbietet es, Gräber aufzulösen. Geschätzte 100.000 Menschen sind hier begraben.
Die Altneusynagoge ist nicht nur die älteste Synagoge von Prag sondern auch die älteste erhaltene Synagoge nördlich der Alpen. Anno 1270 erbauten Zisterzienser das später durch ein Satteldach sowie eine hohe Backsteingiebelfront vergrößerte Gotteshaus. Sie ist eines der ersten gotischen Bauwerke in Prag und dient der jüdischen Gemeinde bis heute als Ort für Gottesdienste.

franz-kafka-statue-(1)heilig-geist-kircheDort, wo die Straßen Dušní und Vězeňská aufeinandertreffen, zwischen Spanischer Synagoge und Heilig-Geist-Kirche steht an einem symbolischen Ort das Franz-Kafka-Denkmal. In diesem meditativen und romantischen Teil Prags verbrachte Kafka praktisch sein ganzes kurzes Leben.
Die Heilig-Geist-Kirche wurde in der Mitte des 14. Jahrhunderts als Bestandteil des Benediktinerinnenklosters erbaut. Der Aufschwung des Klosters wurde Anfang des folgenden Jahrhunderts von den Hussitenunruhen unterbrochen.
Wesentlich kleiner, aber genauso belebt wie der Altstädter Ring ist der Kreuzherrenplatz. Die Prager bezeichnen den von Touristen und Verkehr belebten Kreuzherrenplatz als ihren "Salon". Hier steht die Kreuzherrenkirche, sie wird von einer Tambourkuppel gekrönt.

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Wir spazieren weiter zum Altstädter Ring (Staroměstské náměstí) mit dem Rathausgebäude, dem Kinsky-Palais und der Theynkirche. Dieser Platz ist von jeher das Zentrum der Prager Altstadt. Er entstand bereits im 10. Jahrhundert als Marktplatz an der Kreuzung europäischer Handelswege. Heute ist hier ein Markt und es duftet nach vielen köstlichen Gerichten und Getränken. An der südöstlichen Ecke ballen sich die Touristen. Es wird wie
altstaedter-rathaus-(5)altstaedter-rathaus-(1)wild fotografiert, es ist das Altstädter Rathaus mit seiner bekannten astronomischen Uhr. Das Rathaus kann auch besichtigt werden, vor allem die Aussicht vom Rathausturm mitten in der Altstadt ist großartig. Die astronomische Uhr (Orloj) wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts an der Südmauer fertiggestellt. Sie ist ein Wunder mittelalterlicher Technik, die auch nach zahlreichen Reparaturen immer noch auf dem gleichen System arbeitet.
Das astronomische Ziffernblatt ist noch älter, es stammt aus dem Jahr 1410. Im 17. Jahrhundert wurde die Uhr um bewegliche Figuren ergänzt: die bekannte Prozession der zwölf Apostel. Zu jeder vollen Stunde setzen sie sich noch heute in Bewegung. Die Uhr hat verschiedene Zeiger: Der Sonnenzeiger verschiebt sich mit dem Lauf der Sonne das Jahr über. Der Mondzeiger zeig den Lauf des Mondes und die Mondphasen an, dabei dreht er sich um die eigene Achse. Und schließlich die Ekliptik für die Tierkreiszeichen.
Im Krieg 1945 wurde das Rathaus und die Uhr stark beschädigt und mussten restauriert werden.
st-nicklaskircheDie große St. Niklaskirche, von zwei Türmen gekennzeichnete Barockkirche an der Nordwestseite des Altstädter Ringes gehörte einst zu einem Benediktinerkloster. Links neben der Niklaskirche steht das Geburtshaus des Schriftstellers Franz Kafka.

Heute wollen wir einen der berühmtesten Plätze Prags besuchen, den Wenzelsplatz. Wir fahren wie üblich mit der Metro zum Platz der Republik (Námesti Republiky) und starten hier unseren Rundgang. Unser Weg führt durch den Graben, die große Einkaufs- und Promeniermeile Prags. Sie verläuft zwischen dem Pulverturm und "Brückl" (Můstek). Die Straße hat ihren Namen nach dem Wassergraben, der sich bis 1816 an dieser Stelle befand und die Altstadt von der Neustadt trennte. Der Wassergraben wurde 1230 errichtet und 1760 wieder zugeschüttet.
Weiter geht es über die Na Prikope, eine der sehr bekannten Straßen im Zentrum von Prag. Sie besteht aus einer Fußgängerzone und einem Teil, der auch von Autos befahren wird. Die Na Prikope muss man gesehen haben, sie lädt Touristen wie Einheimische zum Flanieren und Shoppen ein.

wenzelsplatz-(8)wenzelsplatz-(12)Der Wenzelsplatz (Václavské náměstí), der von der Kreuzung Můstek zum Gebäude des Nationalmuseums aufsteigt, ist der lebendigste Boulevard Prags. Er ist über 700 m lang und gehört somit zu einem der größten Plätze in Europa. Als bedeutendster politscher Versammlungsort der Republik war er 1968 und 1989 der Schauplatz großer Demonstrationen. Der Platz ist nach dem Heiligen Wenzel benannt. Im Mittelalter und auch in der Neuzeit fand auf diesem Mittelpunkt der Prager Neustadt ein Pferdemarkt statt.
1912 errichtete man das Wenzelsdenkmal. Neben Wenzel, der als Schutzpatron in Rüstung dargestellt ist, wurden auch die vier Schutzheiligen modelliert: Ludmilla, Prokop, Agnes und Adalbert.
Der Wenzelsplatz ist bis spät in den Abend sehr belebt. Für Touristen und Einheimische ist er ein beliebtes Ziel. Hier kann man spazieren, essen, tanzen, sich in ein Straßencafé setzen oder die Kaufhäuser, Bars, Hotels und Geschäfte rund um den Platz besuchen.
Am Ende der Straße ist noch das Gebäude der Tschechischen Nationalbank sehr auffällig, das nicht nur durch die Wucht seiner Ausmaße, sondern auch durch Kupferreliefs und Statuen im babylonischen Stil auf sich aufmerksam macht.

nationaltheather-(1)Das Nationaltheater (Národní Divadlo) ist zentrales Monument der tschechischen Kunst und Geschichte. Mit seiner reichen künstlerischen Tradition gehört es zweifelsohne zu den wichtigsten tschechischen kulturellen Institutionen. Hier wurden tschechische Sprache, Musik und Kultur geprägt. Der Bau zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der Prager Neustadt. Der in den Jahren 1868 bis 1881 errichtete Bau wurde mit Spenden des tschechischen Volkes finanziert.
Auf dem Weg zurück zum Campingplatz überrascht uns kurz vorher noch ein kräftiger Regenschauer. Am Womo angekommen waren wir alle pitschnass.

 

Es war eine sehr unterhaltsame und interessante Tour. Prag ist eine zweite Reise wert. Leider haben wir vieles noch nicht gesehen, deshalb werden wir noch mal wieder kommen.

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