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Für diese Städtetour müssen wir nicht sehr weit fahren, liegt Köln doch nur etwa 30 km von unserem Heimatstädtchen k-146Troisdorf entfernt. Allerdings sind wir gerne und oft in Köln unterwegs, da es hier in Köln-Niehl, mitten im Grünen, einen zentral gelegenem Reisemobilhafen gibt. Die Übernachtung kostet hier 8,- € pro Mobil incl. Müllentsorgung. Gegen eine Gebühr von 1,- € für 8 Std. kann man sich an eine der vielen Stromsäulen anschließen.

Für eine Städtereise ist dieser Stellplatz ideal, liegt er doch verkehrsgünstig in einer ruhigen Lage mit Aussicht auf den Rhein. In nur 10 Minuten erreicht man mit der U-Bahn die Kölner Innenstadt. Wir nutzen den Platz gerne, um in der Stadt zu bummeln oder in der Altstadt bei schönem Wetter ein Gläschen Kölsch zu trinken. Wer sein Fahrrad dabei hat, kann vom Stellplatz aus auch gemütlich am Rhein entlang auf einen gepflasterten Weg zur Innenstadt fahren. Hier ist an schönen Tagen der Bär los: Inline-Skater, Radfahrer Jogger und Spaziergänger sind hier unterwegs, manchmal wird es schon recht eng. Anne und ich machen uns also mit dem Fahrrad auf den Weg zur Altstadt. In der Nähe vom Bahnhof stellen wir die Räder ab und sichern sie mit einer dicken Kette. Der Kölner Dom ist das Wahrzeichen Kölns und der Mittelpunkt der Stadt. Hier liegen der Hauptbahnhof und die größten Museen der Stadt, südlich beginnt die Altstadt, südwestlich beginnt das große Einkaufsviertel mit Hohe Straße und Schildergasse. Schon im vierten Jahrhundert stand auf der Stelle des heutigen Domes ein christlicher Sakralbau. Der Grundstein des heutigen Kölner Doms wurde 1248 gelegt. Der Kölner Dom ist mit 157 Metern Höhe nach dem Ulmer Münster das zweithöchste Kirchengebäude Europas sowie das dritthöchste der Welt. 1943 erlebte der Dom, getroffen von britischen Bomben, seine schwersten Stunden. Das Bauwerk hielt den Erschütterungen stand, nach dem Krieg mussten aber etliche Schäden repariert werden.

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Auf der Domplatte herrscht reges Treiben, viele Straßenkünstler sind hier anzutreffen, allerdings auch viele Taschendiebe. Die Gegend rund um den Bahnhof und der Domplatte sind ihr bevorzugtes Terrain. Die Geldbörsen sollten gut gesichert und so nah wie möglich am Körper getragen werden.

k-IMG 6873k-IMG 6868Wenn möglich nehmen wir gar keine Geldbörse und Kreditkarten mit, sondern stecken uns ein paar kleine Scheine in die Jeanstasche, da kann nicht viel passieren. Wer das erste Mal nach Köln kommt, möchte sicherlich etwas über Kultur und Brauchtum erfahren. Köln bietet auf diesem Sektor sehr viel an, von Klassikern wie Stadtrundfahrten und Museumsführungen, über Gruppentouren auf den Spuren der kölschen Lebensart, bis hin zu kulinarischen Schlemmerreisen und sportlichen Happenings. Bei Köln-Tourismus (gegenüber vom Dom, am Kardinal-Höffner-Platz 1, findet jeder Besucher das Richtige. Wenn wir Besuch haben und nach Köln fahren, buchen wir immer eine Brauhaustour durch die Altstadt. Auf diesem Brauhauswanderweg wird man in die besten Brauhäuser geführt, wo man die jeweilige Kölsch-Marke verkosten kann. Momentan sind etwa 30 verschiedene Kölsch-Sorten auf dem Markt! Natürlich werden alle Sehenswürdigkeiten auf diesem Weg dem Besucher näher gebracht. Sie werden zu den schönsten und interessantesten Stellen geführt und lernen so die bekannte rheinische Lebensart ihrer Bewohner näher kennen.

IMG 5909Die Tour beginnt an der Domplatte und führt über den Alter Markt bis hin zum Heumarkt.
Unser heutiger Führer ist Klaus, er ist ein sehr unterhaltsamer Mensch und hat selber eine kleine Kölsch-Kneipe. Er wird uns auf der Tour durch die Altstadt einiges über das Kölner Brauchtum näher bringen. Wir sind eine kleine Gruppe von 12 Mann und kehren zuerst in das Gaffel-Brauhaus am Dom, gegenüber vom Hauptbahnhof ein und kosten vom herrlichen Gaffel-Kölsch. Dieses altehrwürdige, denkmalgeschützte Haus wurde in den letzten Jahren komplett renoviert und den Bürgern wurde ein Stück städtischer Tradition aus der Gründerzeit zurückgegeben. Auf dem Weg zum nächsten Brauhaus, dem Früh-Kölsch, kommen wir an den Studios des WDR und dem Traditionshaus 4711 in der Glockengasse vorbei. Den Namen verdankt dieses Haus einem Franzosen. Im 18. Jahrhundert stand Köln unter der Besatzung von französischen Truppen. Köln war sehr unübersichtlich und so ließ General Daurier 1794 alle 7500 Häuser vom Kölner Dom aus mit Hausnummern versehen. Die Hausnummer 4711 wurde somit zum Namensgeber dieser bekannten Firma.

Vor dem Früh-Kölsch steht der bekannte Heinzelmännchenbrunnen. Er steht für die Sage von den fleißigen Helfern, die jedem Bürger der Stadt über Nacht ein Stück lästiger Arbeit abnahmen. Der Brunnen wurde 1899 vom "Cölner Verschönerungsverein" zum hundertsten Geburtstag von August Kopisch gestiftet.

Seit über 100 Jahren gibt es Früh Kölsch. Dieses Brauhaus wird sehr gerne von der jüngeren Generation besucht. Auch hier kosten wir vom Kölsch und nehmen einen kleinen Imbiss ein.

k-IMG 8003Wir kommen zum Alter Markt und stehen vor dem imposanten Denkmal von Jan von Werth, einem bedeutenden Reitergeneral im Dreißigjährigen Krieg. Für seine ruhmreichen Siege in der Schlacht am Weißen Berg 1620 und der Schlacht bei Dachau 1648 und seinen Verdienst als Heerführer wurde ihm ein Denkmal gesetzt.
Um Jan von Werth rankt sich noch eine kölsche Legende, die von "Jan und Griet":
"Als Jan noch ein armer Bauernsohn war, verliebte er sich in die Stallmagd Griet, die ihn auslachte und abwies, weil sie lieber einen reichen Mann heiraten wollte. Jan zog als Söldner in den Krieg und kam Jahre später als strahlender Held nach Köln zurück. Die ganze Stadt ist auf den Beinen, vor allem am Tor, durch das er einreiten wird staut sich die Menge der Neugierigen. In der Menge sah er Griet, die nun Marktfrau ist an einem Stand stehen. Jan geht zu ihr, sie erkennt ihn und sagt: "Jetz bes do General, Jan." Jan antwortet "Griet, wer et hätt gedonn!", worauf Griet nur zu sagen bleibt: "Jan, wer et hätt gewoß!"

RathausPlatzjabbekDas Kölner Rathaus: Den spätgotischen Turm mit seinen drei vierkantigen unteren und zwei achteckigen Obergeschossen zieren 130 Steinstatuen. Eine Attraktion ist auch der berühmte "Platz-Jabbeck", eine holzgeschnitzte Fratze, die bei jedem Stundenschlag der Turmuhr das Maul aufreißt und ihre Zunge herausstreckt. Eine Besichtigung des Rathauses kann man bei Köln-Tourismus buchen.

k-IMG 5923k-IMG 8011Auf dem Eisenmarkt in der Kölner Altstadt, direkt vor dem Hänneschen-Theater, sitzt auf einer Bank das "kölsche Original" Willy Millowitsch. Das Denkmal wurde 1992 errichtet. Willy Millowitsch verstand es die Menschen mit seinem Humor mitzureißen. Das von ihm gegründete Millowitsch-Theater auf der Aachener Straße ist weit über die Grenzen Kölns bekannt. Willy Millowitsch starb am 20. September 1999 im Alter von 90 Jahren. Er wurde auf dem Kölner Melatenfriedhof beigesetzt.
Die beiden Figuren Tünnes und Schäl, die es nie wirklich gegeben hat (sie sind Charaktere aus dem bekannten Hänneschen-Theater), finden wir im Brigittengässchen (Nähe Alter Markt). Über diese lustigen Gesellen gibt es unzählige Witze. An den blanken Stellen kann man erkennen, wo die Besucher am liebsten hin fassen. Einen Steinwurf weiter steht die 1967 errichtete Schmitzsäule. Auf allen vier Seiten dieses aus Grauwackersteinen errichteten Bauwerks ist nachzulesen, warum es errichtet worden ist. Hier bekommt man erneut viele Eindrücke der Kölner Lebensart.

k-IMG 2565k-IMG 5934Hohe Schieferdächer, schmale Giebel kennzeichnen die Kölner Altstadt. Um das imposante Turmmassiv der Kirche Groß Sankt Martin scharen sich die engen Gassen und kleine, versteckte Plätze. Die Altstadt mit ihren kopfsteingepflasterten Gässchen gilt als schönster Stadtteil Kölns. Die zahlreichen Brauhäuser, Pubs, Cafés und Restaurants sind beliebtes Ziel nicht nur der Touristen, sondern auch Einheimische halten sich hier gerne auf.

k-IMG 6884Groß St. Martin steht auf sehr geschichtsträchtigen Grundmauern. Ursprünglich beherbergten die Grundmauern eine Sport- und Schwimmanlage für römische Soldaten. Damals noch beidseitig von Rheinwasser umspült, sorgte der wirtschaftliche Aufschwung Kölns dafür, dass aus dem Erholungszentrum Lagerhallen für den Warenumschlag am Rheinhafen wurden. Erst rund 400 Jahre nach Grundsteinlegung bauten die Franken auf den im Krieg zerstörten Mauern eine Kirche auf und weihten sie im fünften Jahrhundert dem heiligen St. Martin.
Highlight ist der zum Rhein ausgerichtete Chorstuhl in Kleeblattform. Im Laufe der Jahre musste diese gewagte Konstruktion immer wieder verstärkt und ausgebessert werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde bei den nötigen intensiven Reparaturarbeiten an den fünf TürmenVerstärkungen aus Stahl eingezogen, die der statischen Fehlkonstruktion heute sicheren Halt geben.
Auf unserem Weg liegt noch das bekannte Sion-Brauhaus. Auch hier kehren wir ein und trinken ein Kölsch. Mir ist allerdings diese Marke etwas zu herb, Gaffel und Früh haben mir besser geschmeckt. Aber Gott sei Dank sind die Geschmäcker unterschiedlich, meinem Besuch schmeckt diese Sorte gut.

 

k-IMG 8004Als letztes besuchen wir das Brauhaus „zum Pfaffen“. Im Biergarten, auf dem idyllischen Ostermannplatz steht er bekannte Ostermannbrunnen, der 1938 errichtet wurde. Er erinnert an den bekannten Kölner Komponisten Willi Ostermann. Rund um den Brunnen sind sämtliche Figuren aus Willi Ostermanns Liedern in Stein gemeißelt. Im Schatten eines großen Baumes genießen wir unser Kölsch.
Hier endet die Brauhaustour und die lustige Gruppe löst sich auf. Anne und ich wollen das schöne Wetter ausnutzen und noch einen Rundgang über die Hohe Straße machen. Sie ist Köln bekannteste Einkaufsmeile. Leider hat sie stark vom vergangenen Charme eingebüßt. Viele der kleinen Läden von früher haben aufgegeben und mussten den großen Amerikanischen Fastfood-Ketten, dutzenden Telefonläden und Elektronikmärkten weichen. Somit gleicht die Hohe Straße heute den Straßen anderer Großstädte, immer die gleichen Geschäfte, gleiches Flair.
Wir haben genug für heute erlebt und fahren mit den Rädern zurück zum Wohnmobilhafen und machen es uns in der Abendsonne gemütlich.

k-hahnentorTags darauf schwingen wir uns erneut auf die Räder und schauen uns weitere Sehenswürdigkeiten an. Um 1180 wurde die mittelalterliche Stadtmauer errichtet, sie hatte eine Gesamtlänge von ca. 7,5 Kilometern. 12 gewaltige Torburgen und zusätzlich noch 52 Wehrtürme wurden erbaut.

 

k-ulrepforteIMG 8214IMG 8222Außerdem bekam die Mauer noch 12 weitere Tore zum Rheinufer hin gewandt. Ab 1881 wurden die Befestigungen zurückgebaut um Platz zu machen für die Ausdehnungsbestrebungen der Stadt, nur einige Mauerabschnitte und Tore blieben erhalten. Heute ist noch die Eigelsteintorburg, das Hahnentor, die Ulrepforte, die Severinstorburg und der Bayenturm erhalten. Auch drei Mauerabschnitte sind am Gereonswall, Karthäuserwall und an der Bottmühle erhalten.

k-PICT0021Eine weitere Sehenswürdigkeit, die man unbedingt gesehen haben sollte, ist das Schokoladenmuseum an der Nordspitze des Rheinauhafens. Die Eintrittspreise sind moderat, Erwachsene zahlen 7,50 € und Kinder 5,- €. Anne und ich erwerben also zwei Tickets und machen uns auf den Rundgang und erleben ca. 3000 Jahre Schokoladengeschichte.  Natürlich kann man am Ende der Tour die leckeren Köstlichkeiten in der Verkaufsstelle erwerben.

Der Zoo und die Flora sind vom Stellplatz mit einem kleinen Spaziergang zu erreichen. Von hier aus kann man sich auch mit der Seilbahn über den Rhein zum Rheinpark und dem Tanzbrunnen fahren lassen. Der Tanzbrunnen ist Köln Bühne für Show, Theater und Konzerte. Vom berühmten Sternwellenzelt aus genießt man das tolle Dom-Panorama am anderen Rheinufer. Hier finden regelmäßig Open-Air-Konzerte vor bis zu 12.500 Zuschauern statt.

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Da wir uns jetzt auf der anderen Rheinseite befinden machen wir auch noch einen Abstecher zum alten Deutzer Bahnhof. Vor nicht alzu langer Zeit war dieser Bahnhof ein Schandfleck für Köln. Durch die Kölner Messe steigen hier tausende Menschen aus und standen in einer dunklen Höhle. In den vergangenen Jahren ist der Bahnhof aber wieder auf Vordermann gebracht worden.

Wir besteigen noch den LVR-Büroturm und machen einige Fotos aus lichter Höhe vom Kölner Dom und Hauptbahnhof. Von hier aus ist es nur ein Katzensprung zur Hohenzollernbrücke. Diese Brücke stellt mit dem benachbarten Hauptbahnhof einen der wichtigsten Knotenpunkte im deutschen und europäischen Eisenbahnnetz dar. Das Bauwerk gehört als fester Bestandteil zum Stadtbild von Köln und dem Kölner Dom. Seit 2008 hat auch der alte Brauch, Liebesschlösser an Brücken anzubringen, in Koln Einzug gehalten. Unzählige große und kleine Schlösser wurden bisher von Verliebten an den Eisenstreben der Brücke angebracht. Viele Schlösser enthalten eine Beschriftung oder Gravur der Verliebten.

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Bild oben links: Messebahnhof Köln-Deutz, Bild oben rechts: Hohenzollernbrücke mit Dom

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Bild oben links: Liebesschlösser an der Hohenzollerbrücke. Bild oben rechts: Ein ICE verläßt den Hauptbahnhof

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Bild oben links: Skyline Dom und Alstadt von der Deutzer Seite aus fotografiert. Bild oben rechts: Die neuen Kranhäuser von der Deutzer Seite aus fotografiert.

Ein sehenswertes Ereignis sind die Kölner Lichter. Wer zu diesem Termin Zeit hat, sollte sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Eines der schönsten musiksynchronen Höhenfeuerwerke verwandelt Köln in ein Flammen- und Farbenmeer.
Allerdings sind Wohnmobilstellplätze an diesem Tag eher selten zu bekommen, man muss entweder reservieren oder schon Tage vorher anreisen. Vom Wohnmobilhafen Köln-Niehl kann man zu Fuß in wenigen Minuten bis zur Zoobrücke gehen, von wo aus man einen tollen Ausblick auf die Kölner Skyline und das Feuerwerk hat. Auch die Musik vom Tanzbrunnen auf der anderen Rheinseite ist hier noch sehr gut zu hören. Auf der großen Open Air Bühne im Tanzbrunnen wird das Abendprogramm gestaltet, der Eintritt ist frei. Bei zu großem Besucherandrang wird allerdings das Zugangstor geschlossen.

Vor dem eigentlichen Hauptfeuerwerk fährt ein aus unzähligen beleuchteten Schiffen bestehender Konvoi an den Besuchern vorbei. Dieser Konvoi wird von kleineren Feuerwerken an Land begleitet.

Wenn Sie sich für die Kölner Lichter 2013 inspirieren lassen wollen, hier ein ein kleines Video (3 Minuten) zur Einstimmung: (Live dauerte das Spektakel über eine Stunde).

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