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Unsere diesjährige Sommerreise führt uns in den Süden Deutschlands, in das wunderschöne Allgäu. Anne wird eine 4-wöchige Kur in Scheidegg antreten und ich werde mit Wohnmobil und Motorrad die Umgebung rund um den Bodensee und den West-Allgäu bereisen. Ausgangspunkt bleibt aber immer der Kurort Scheidegg, damit Anne und ich die langen Abende gemeinsam verbringen können.
Bevor wir nach Scheidegg aufbrechen, steht noch ein Besuch in Weyarn, bei Liisa und Werner an. Sie haben uns zur Sonnenwendfeier eingeladen. Das Highlight bei Liisa und Werner war aber zweifelsfrei ein Ausflug mit ihren FORD-Oldtimer zum Bräustüberl am Tegernsee. Wir wurden von den Leuten bestaunt wie prominente Leute (oder meinten die etwa nur den Oldtimer??)

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Nach drei schönen, sonnigen Tagen in Weyarn machen wir uns auf den Weg nach Scheidegg. Ich stelle unser Wohnmobil im Wohnmobilpark am Kurhaus ab (GPS-Stellplatzkoordinaten: N 47° 34' 23", E 9° 50' 43").
Der Stellplatz liegt schön gelegen in 835 m Höhe. Nach der Begrüssung durch Frau Draga und einer kurzen Einweisung nehme ich das Motorrad vom Hänger und richte das Womo aus. Der Urlaub kann jetzt beginnen !!

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Scheidegg liegt im bayerischen Westallgäu zwischen Lindau und Oberstaufen, zwischen Bregenz und Kempten, zwischen Bodensee und Hochgrat. Die Grenze zum österreichischen Vorarlberg verläuft am Ortsrand. Auch in die Schweiz braucht man kaum mehr als eine halbe Stunde Fahrzeit mit dem Wohnmobil. Aber auch in Scheidegg und in unmittelbarer Nähe gibt es viele lohnende Ziele.

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IMG 9173IMG 9175Ein Besuch der Scheidegger Wasserfälle ist ein Muss für jeden Scheidegg-Besucher. Es ist ein idyllisches Ausflugsziel für Jung und Alt. Treppenförmig ergiessen sich glitzernde Fluten in eine 48 Meter tiefe Waldschlucht. Steil aufragende Felswände, mächtige Tannen und das Tosen des Wassers bilden eine eindrucksvolle Kulisse für die Wanderung. Bei Hochwasser wird der Rickenbach zum reissenden Gebirgsbach. 22 Meter stürzt das Wasser beim ersten grossen Wasserfall in die Tiefe. 24 Stunden am Tag nagt die Kraft des Fliessenden Wassers am Bachbett des Rickenbachs. Die harten Felsstufen aus Nagelfluhgestein, über die das Wasser in die Tiefe stürzt, können sich dieser Kraft auf Dauer nicht widersetzen, sie werden immer weiter abgeschliffen.

Pünktlich um 10 Uhr hole ich Anne an der Kurklinik ab. Heute wollen wir bei strahlendem Sommerwetter mit dem Motorrad nach Lindau am Bodensee fahren. Die historische Altstadt liegt auf einer Insel im Bodensee. Die Insel ist durch einen Damm und eine Brücke mit dem Festland verbunden. Zu Lindau gehört auch die winzige Insel Hoy. Die natürliche Uferform im Lindauer Bereich des Bodensees ist ein Schilfgürtel, gefolgt von Feuchtwiesen und ansteigendem festem Gelände. Wir fahren über die Brücke und parken unser Motorrad auf der Insel Lindau und gehen Richtung Fussgängerzone. Bei diesem schönen Sommerwetter ist natürlich überall der Teufel los.

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Die historische Altstadt ist gespickt mit tollen Fotomotiven. Gut, dass die digitale Fotografie so preiswert ist, getreu meinem Motto: kost ja nix. Bevor wir zum Italiener gehen, machen wir noch eine Runde durch den Hafen. Als markantes Fotomotiv fällt sofort der Leuchtturm ins Auge. Zusammen mit dem Bayerischen Löwen am Ende der Ostmole ist er eines der beliebtesten Fotomotive in Lindau.

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Der Lindauer Leuchtturm ist der südlichste Leuchtturm Deutschlands. Er weist eine Höhe von 33 Metern auf und hat am Sockel einen Umfang von 24 Metern. Zudem ist er einer der wenigen Leuchttürme, der eine Uhr in der Fassade besitzt. Heute wird der Turm von der Deutschen Bahn, Abteilung Bodenseeschiffahrt, betrieben. Er ist für Besucher geöffnet, die dort Informationen zur Flora und Fauna der Umgebung, zum Wetter sowie zur Geschichte der Bodenseeschiffahrt finden.

IMG 9106IMG 9107-3Das Rathaus und der Lindavia-Brunnen:
Dieser Brunnen aus rotem Marmor am Reichsplatz wurde 1884 anlässlich des 20. Geburtstags von König Ludwig II. eingeweiht. Oben steht Lindavia mit dem Lindenzweig, die Beschützerin der Stadt und die Beckenfiguren symbolisieren den früheren Reichtum Lindaus: Schifffahrt, Fischerei, Wein- und Ackerbau.

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Bild links: Der Mangturm ist ein markanter Orientierungspunkt an der Uferpromenade. Zum Schutz des Hafens wurde er im 13. Jahrhundert erbaut und diente lange als Leuchtturm.
Bild mitte: Stadtmuseum Lindau, im "Haus zum Cavazzen", am Marktplatz.
Bild rechts: Der Seglerhafen mit dem Mangturm im Hintergrund.

Heute steht Bregenz auf unserem Aktionsplan. Bregenz ist die Hauptstadt des Österreichischen Bundeslandes Vorarlberg. Bregenz hat den bedeutendsten Österreichischen Bodenseehafen. Berühmt sind die Bregenzer Festspiele. Auf der Seebühne werden im Sommer Opern, Musicals und Operetten aufgeführt. Bei dieser handelt es sich um die grösste Freilicht-Festspielbühne der Welt. Heuer hat von hier aus das ZDF die Europameisterschaft kommentiert. Das wollen wir uns natürlich anschauen. Das Stadtbild fanden wir persönlich nicht so schön, da hat uns Lindau weit aus mehr gefallen. Die Bodenseepromenade allerdings ist sehr schön angelegt.

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Bregenzerwald-Tour 009Für heute ist super Wetter angesagt, deshalb werde ich eine Motorradtour durch den Bregenzerwald machen. Die Rundstrecke ist ca. 340 km lang. Ich stehe früh auf und mache meine Shadow startklar. Von Scheidegg aus führt die Tour Richtung Bregenz. Da es noch recht früh ist, komme ich in den Morgenverkehr. Ich wühle mich dennoch recht zügig durch die Innenstadt. Dann folge ich dem Rheintal bis nach Hohenems und dann nach Rankwell. Dort biege ich ab, Richtung Furkajoch. Hier erwartet mich eine kurvenreiche Strecke, die volle Konzentration fordert. Die schmale Strasse bringt mich auf eine Höhe von 1761 m ü.NN. Somit ist das Furkajoch der höchste mit dem Zweirad zu befahrene Punkt des Bregenzerwaldes. Oben mache ich eine Rast am Kiosk Furkapass.

Bregenzerwald-Tour 006Bregenzerwald-Tour 008Von hier oben hat man einen wunderschönen Ausblick auf den Säntis oder zum Rheintal. Ich fahre weiter Richtung Damüls, Au, vorbei am Skigebiet Schoppernau zum Hochtannbergpass. Der Hochtannbergpass ist das wichtigste Bindeglied zwischen dem Arlberg und dem hinteren Bregenzerwald. Auf einer imposanten Serpentinenstrecke fahre ich hinunter nach Schröcken und Warth in die Lechtaler Alpen. Diese Strecke ist sehr viel befahren und in den Gallerien ist zu besonderer Vorsicht geraten. Die Strasse ist sehr rutschig und teilweise zur Tunnelwand hin abfallend. Bei Elmen biege ich rechts ab zum Fernpass. Bei Imst sind mehrere Ruinen zu besichtigen. Durch das Gurgital erreiche ich Nassereith. Nun geht es an Schloss Fernstein vorbei den Fernpass hinauf. Ich fahre an mehreren Seen vorbei nach Weißenbach. Dort geht es links über den Gaichtpass ins Tannheimertal. Hier mache ich noch mal eine kurze Rast am Haldensee. Plötzlich ist das schöne Wetter wie weggeblasen, ein mächtiges Gewitter zieht auf. Bevor ich völlig durchnässt bin, mache ich noch eine kurze Rast in einem kleinen Gasthaus. Nach kurzer Zeit kann ich die Fahrt trocken fortsetzen.

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Weiter geht die Fahrt über den Oberjochpass in die Allgäuer Alpen. Die Strecke ist gut ausgebaut und es herrscht reger Verkehr. In Sonthofen biege ich links ab, Richtung Fischen. Hier lässt es sich wieder traumhaft fahren. Über den Riedbergpass erreiche ich Hittisau. Jetzt ist es nicht mehr weit bis Scheidegg. Ich bin froh, das diese Tour nun zu Ende geht, mir brennt schrecklich der Hintern. Immerhin habe ich acht Stunden im Sattel gesessen.
Kurz vor 6 Uhr erreiche ich endlich die Kurklinik von Anne, dusche schnell und mache mich auf den Weg zum Wohnmobil. Hier falle ich völlig erschöpft in die Polster und lasse den Abend mit einem Glas Wein ausklingen.

Laut Wetterbericht soll es ab heute Mittag kräftig regnen. Die Bauern sind pausenlos mit ihren Güllewagen unterwegs und spritzen die Jauche auf die Wiesen, ein untrügliches Zeichen für nahenden Regen. Vorher machen wir aber noch einen kleinen Ausflug mit dem Motorrad nach Sulzberg in Österreich. Von hier oben haben wir einen wunderbaren Fernblick auf die Österreichischen Berge.
Der Wetterbericht und die Güllefahrer hatten recht, wir sind kaum zurück verdunkelt sich langsam der Himmel.

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Es hat den ganzen Tag wie aus Kübeln gegossen. Erst gegen Abend kam langsam die Sonne durch. Wir nutzen deshalb die Gunst der Stunde und machen einen Ausflug nach Wangen. Die Altstadt von Wangen mit ihren zahlreichen historischen Gebäuden, Museen und Brunnen ist ist ein wahres Kleinod. Wangen hat auch einen Wohnmobilstellplatz. Der Weg zum Stellplatz ist aus allen Richtungen kommend durch Wohnmobil-Piktogramme gut ausgeschildert. Von hier aus in die Altstadt sind es nur etwa 5 Gehminuten.

Wangen 010Das Rathaus von Wangen. Es wurde im 15./16. Jahrhundert, teilweise schon früher, erbaut und 1719/21 barock umgebaut. Sehenswert sind das barocke Treppenhaus, der kleine Trauraum im Pfaffenturm über dem Ratloch und der Lesesaal "Zur alten Waage" im Untergeschoss.

 Wangen 029Das Frauentor, heute auch Ravensburger Tor genannt ist das Wahrzeichen der Stadt. Das 1472 erstmals erwähnte Tor ist wohl älter und erhielt seine heutige Form im Jahr 1608. Der Bau zeigt ein einheitliches Renaissancegepräge mit charakteristischen Ecktürmchen.

 Wangen 009Die Herrenstrasse hat zum Teil noch ihr spätgotisches Gepräge erhalten. Die meisten Häuser der Strasse sind nach dem verheerenden Brand von 1539 gebaut worden.
Bemerkenswert sind Gebäude mit gotischen Treppengiebeln und Wirtshausschilderndes 18. Jahrhunderts. Die Herrenstrasse zählt zu den schönsten StrassenbildernSüddeutschlands.

Wangen 013Sehenswert ist auch der sogenannte Fidelisbäck, eine über 500 Jahre alte Bäckerei mit angeschlossener Gaststube, wegen ihrer Fassadenmalereien.

 

 

Wangen 027Wangen 015Das St. Martins-Tor, heute auch Lindauer Tor genannt, liegt am westlichen Ende der Altstadt, am Eingang zur Paradiesstrasse. Es wurde 1347 erstmals als Sweglarstor erwähnt. 1608 erhält das St.-Martins-Tor seine heutige Form. Der gotische Charakter wurde zum Teil noch bewahrt.
Durch dieses Tor führte der Weg zum Friedhof und zum Galgen.

 

Friedrichshafen 009Ich habe heute nach der stressigen Motorradfahrt vom Vortag etwas länger geschlafen. Anne hat heute viele Termine und ich nutze die Zeit für einen Besuch von Friedrichshafen. Ich finde schnell einen Parkplatz für meine Shadow und mache mich auf den Weg zur Uferpromenade. Die Uferpromenade in Friedrichshafen zählt zu einer der schönsten und längsten am Bodensee. Beim Flanieren von der Rotachmündung bis zur Schlosskirche bietet sich eine herrliche Sicht auf den See und auf die österreichischen und Schweizer Alpen.

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Bild links: Der Zeppelinbrunnen. Die Brunnenfigur blieb wie durch ein Wunder während der Kriegsjahre 1944 inmitten der zerstörten Stadt nahezu unversehrt. Zum Zeppelin-Jubiläumsjahr 2000 wurde der Brunnen als Rekonstruktion des 1909 errichteten Originals wieder aufgestellt.
Bild mitte: Der "Buchhorn-Brunnen" ist eines der jüngeren Wahrzeichen im Herzen der Altstadt Friedrichshafens. Er wurde im Jahre 2001 eingeweiht und ist seitdem vor allem bei Kindern sehr beliebt. Zentral im Brunnenbecken befindet sich ein stilisierter Baum, eine Buche, mit grossen Blattformen aus gewölbtem Edelstahlblech.
Bild rechts: Die Einfahrt in den Hafen ist geprägt durch die Silhouette der Innenstadt. Vom 22 m hohen Aussichtsturm an der Hafenmole, der im Jahr 2000 errichtet wurde, bietet sich ein wunderschöner Ausblick auf Stadt und Schlosskirche.

Friedrichshafen 012Das Schloss Friedrichshafen ist aus dem ehemaligen Benediktinerpriorat Hofen hervorgegangen. Bei Luftangriffen wurde das Schloss 1944 durch Brandbomben schwer beschädigt. Während die Nebengebäude fast völlig in Schutt und Asche gelegt wurden, brannten die drei Flügel des Schlosses bis auf die Gewölbe des Erdgeschosses und die steinernen Aussenmauern nieder. In den Jahren 1951 bis 1965 erfolgte ein denkmalgerechter Wiederaufbau des Schlosses. Heute bewohnt die herzogliche Familie den West- und Südflügel der ehemaligen Residenz; im Ostflügel ist die herzogliche Verwaltung, die Hofkammer, untergebracht.
Trotz Dauerregen fahren Anne, Sabrina, Thomas und ich heute nach Meersburg. Sabrina und Thomas sind für ein Wochenende nach Scheidegg zu Besuch gekommen und möchten unbedingt noch etwas unternehmen. Laut Wetterbericht soll nachmittags der Regen nachlassen. Tatsächlich klart es nach einiger Zeit auf und wir erkunden dieses herrliche Städtchen. Die besonders reizvolle Lage Meersburgs, gebaut an einen steilen Rebhang direkt am See, zieht jährlich tausende Touristen an. Meersburg gehört zu den Mitgliedern der Deutschen Fachwerkstrasse – eine der grossen touristischen Routen Deutschlands.
Vor allem die Meersburg: Ihre markante Ansicht macht sie zu einem Wahrzeichen der Region. Sie gehört zu den Hauptattraktionen, und besonders lohnt ein Besuch des Museums. Die Meersburg ist die älteste bewohnte Burg Deutschlands, in der auch die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff wohnte.
Rund um dieses repräsentative Bauwerk ordnen sich die kleinen Gässchen, die wunderschönen Plätze und herrlichen Aussichtsterrassen. Hier locken gemütliche Cafés in der Unterstadt oder Oberstadt. Ein Blick vom Neuen Schloss oder der Burg bescheren schönste Aussichten auf den See und – bei klarem Wetter – auf die Bergketten der Alpen.

IMG 2648 IMG 9574 IMG 2636Bild links: Plastik von Peter Lenk: “Mesmer und seine Widersacher”. an der Hafenmole. Mesmer hält einen Magneten. Im Käfig sitzen seine Wiener Gegner Anton von Störk, Jan Ingenhouz und Maximilian Hell. Bild mitte: Die Meersburg: Ihre markante Ansicht macht sie zu einem Wahrzeichen der Region. Sie ist die älteste bewohnte Burg Deutschlands, in der auch die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff wohnte. Bild rechts: Stadttor - Untertor.

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Bild links: Das Obertor. Die Häuser zu beiden Seiten des Obertors sind direkt auf die Stadtmauer gebaut.
Bild mitte: Das Staatsweingut Meersburg und daneben das Droste-Hülshoff Gymnasium und Internat. Das Weingut gehört zu den ältesten Weinbau-Domänen Deutschlands.
Bild rechts: Wassermühle im Fachwerkstil, heute Wohnhaus an der Treppe zum Alten Schloss.

Die Tour zur Silvretta-Hochalpenstrasse habe ich schon mal vor einer Woche gemacht. Damals war von wetter.de schönes Wetter vorausgesagt worden. Leider ist das Wetter während der Tour umgeschlagen und ich bin teilweise ziemlich nass geworden. Ausserdem wurde es saukalt. Es war klar, diese Tour wird noch einmal gefahren.
Heute breche ich also erneut zur Silvretta-Hochalpenstrasse auf. Das Wetter ist super und es wird eine schöne Tour. Mein Navi führt mich über Dornbirn, Hohenems, Rankweil nach Bludenz. Diese Strecke ist nicht so schön zu fahren, da hier der gesamte Schwerlastverkehr durchfährt. Ausserdem wurde mein Navi auf eine harte Probe gestellt, da die Innenstadt von Dornbirn wegen Bauarbeiten gesperrt ist. Die nur spärlich beschilderte Umgehung wollte mein Navi nicht akzeptieren. Kurz hinter Bludenz geht es weiter auf der 188, hier macht es richtig Spass, dies ist eine echte Motorradstrecke. Ich fahre zügig durch Tschagguns, St. Gallenkirch und Gaschurn im Montafon Richtung Silvretta. Vor einer Mautstation ist erst mal Schluss, erst muss die Maut von € 10,50 entrichtet werden. Über enge Kehren schraube ich mich mit meiner Shadow in die Höhe. Auf der Passhöhe angekommen, mache ich eine Rast im Silvretta-Restaurant. Bei diesem schönen Wetter ist natürlich hier oben volles Haus.

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Ich stürze mich wieder in die Tiefe und fahre durch das reizvolle Paznauntal über Galtür, Ischgl Richtung Landeck. Kurz vor Pians verlasse ich die 188 und fahre auf der Arlberg-Panoramastrasse durch das Stanzertal Richtung St. Anton. Weiter geht es über den Arlberg-Pass und Flexenpass über Zürs nach Lech. Hier mache ich noch einen kurzen Fotostopp. In Warth biege ich links auf die 200 ab. Über den Hochtannbergpass geht es über Schröcken durch das Skigebiet Schoppernau nach Au. Hier biege ich auf die 193 ab und fahre über Damüls über das Furkajoch durch das Laternser Tal nach Rankweil. Das Wetter hat sich heute von der besten Seite gezeigt und ich fahre die letzten 50 km Richtung Scheidegg. Die gesamte Tour war ca. 330 km lang. Dies ist für mich und meine Shadow eine gute Tagesleistung.

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Anne hat heute wenig Anwendungen in der Kurklinik und wir nutzen die Zeit für einen Besuch in Isny. Wir parken unser Motorrad direkt am Rande der historischen Altstadt und machen uns auf den Weg. Das Städtchen liegt eingebettet in eine Landschaft aus sanften Hügeln und kleinen Seen, mit Blick auf den höchsten Berg Württembergs, den Schwarzen Grat, und die Alpenkette am Horizont. Isny hat eine historische Altstadt mit einer in weiten Teilen noch existierenden Stadtmauer.

IMG 9479 IMG 9486 IMG 9481Bild links: Das Wassertor. Das Stadttor, welches in die wasserreiche Vorstadt führte, war früher ein Gefängnis. Es befand sich im Obergeschoss. Der einzige Zugang zum Gefängnis war eine Öffnung in der Decke, durch die der Gefangene an einem Seil abgelassen wurde.
Bild mitte: Das Espantor. Ein Stadttor, das vermutlich im 13. Jahrhundert mit der Stadtummauerung gebaut wurde. Das Gebäude trägt die Jahreszahl 1467.
Bild rechts:
Unmittelbar am Marktplatz befindet sich der Blaserturm. Dieser Turm war die Hochwacht der Stadt. Von hier aus hielt ein Wächter Tag und Nacht Ausschau nach herannahenden Feinden und Feuersgefahr. Bei Gefahr blies er ein Signalhorn - daher der Name Blaserturm. Der markante achteckige Turmaufsatz beinhaltet die Glockenstube. Direkt unter der Zwiebelhaube befindet sich die alte Wächterstube. Der langgestreckte Anbau am Blaserturm war früher das Tuchhaus.

IMG 9509IMG 9500Bild links: Die Nikolaikirche.Diese dreischiffige Pfeilerbasilika wurde ursprünglich 1288 erbaut, im 15. Jahrhundert restauriert und nach dem großen Brand 1631 wieder neu ausgebaut. Die Kirche wurde in der Reformationszeit zur evangelischen Stadtpfarrkirche.

Bild rechts:
Das Kloster St. Georg in Isny im Allgäu wurde im Jahr 1096 von Benediktinern gegründet. Das „Schloss“ ist die in Isny gebräuchliche Bezeichnung für die Gebäude.

Bei strahlendem Sonnenschein steht heute eine Dampferfahrt nach Konstanzauf dem Plan. Ich hole Anne von der Kurklinik ab und wir tuckern gemütlich über Friedrichshafen, immer am Bodensee entlang, nach Meersburg. Wir parken etwas oberhalb der Stadt auf einem Bus- und Wohnmobilparkplatz. Die Tagesparkgebühr beträgt nur 3 €. Für eine Übernachtung muss noch mal 3 € nachgelegt werden. Dieser Preis ist OK. Der Meersburger Stadtbus bringt uns für je 0,50 € bis zur Hafenanlage. Dies ist ein toller Service. Wir müssen nur kurz warten und schon geht es an Bord. Die Überfahrt dauert nur etwa 30 Minuten und schon laufen wir in den Hafen von Konstanz ein.

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IMG 9528-2Imperia-klein220Die Imperia, das Wahrzeichen an der Konstanzer Hafeneinfahrt. Die Imperia ist von dem Bildhauer Peter Lenk entworfen und 1993 aufgestellt worden. Die Figur ist aus Beton gegossen, rund 10 m hoch, 18 Tonnen schwer und dreht sich mit Hilfe eines Motors innerhalb von drei Minuten einmal um die eigene Achse. Auf ihren erhobenen Händen trägt sie zwei zwergenhafte nackte Männlein. In ihrer rechten Hand sitzt der Kaiser mit der Reichskrone auf dem Haupt und dem Reichsapfel, in ihrer Linken sitzt mit übereinandergeschlagenen Beinen der Papst.

IMG 9537IMG 9540Die historische Stadt Konstanz ist mit mehr als 82.000 Einwohnern die grösste Stadt am Bodensee. Heute ist sie eine lebendige Universitätsstadt mit vielen Freizeitangeboten für Besucher jeden Alters. Wir machen einen ausgedehnten Rundgang durch die Konstanzer Altstadt, die grösstenteils seit dem Mittelalter unverändert besteht.

IMG 9545 IMG 9546 IMG 9551Konstanzer Münster. Architektonisch handelt es sich beim bestehenden Bau um eine der größten romanischen Kirchen Südwestdeutschlands, eine dreischiffige Säulenbasilika mit kreuzförmigem Grundriss, die im Jahr 1089 geweiht Als höchstes Gebäude der historischen Altstadt prägt es mit seinem markanten Umriss bis heute das Stadtbild.

Heute ist für Anne der letzte Tag in der Kurklinik angebrochen. Ich mache also das Wohnmobil und den Motorradhänger zur Abfahrt nach Troisdorf bereit. Anne ist gut erholt und auch ich habe eine schöne Zeit in Scheidegg verbracht. Der West-Allgäü ist die ideale Urlaubsregion, es gibt viele schöne Ausflugsziele und Wanderfreunde kommen hier voll auf ihre Kosten. Auch für Motorradausflüge ist der West-Allgäu und das nahe Österreich ideal.

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