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Alle Fotos von dieser Rundtour gibt es hier: Fotogalerie Nordeifel

Wie jedes Jahr wird im Herbst von Mitgliedern der “Schaffhauser Nachrichten” aus dem Wohnmobilforum Schweiz eine gemeinsame Tour mit dem Wohnmobil organisiert. Die Ziele werden jeweils vorher abgesprochen und ein Mitglied aus der Gemeinschaft organisiert dann den Ablauf der Tour. In der Vergangenheit haben wir wunderschöne Touren in die IMG 4144Schweiz, Elsass und Rheinland Pfalz durchgeführt. In diesem Jahr haben Anne und ich die Organisation übernommen. Als Ziel ist die Wahl auf die Nordeifel und Vulkaneifel gefallen. Die Planung für diese Tour begann schon früh im Sommer, damit ein reibungsloser Ablauf gewährleistet ist. Was natürlich nicht vorher geplant werden kann ist das Wetter. Um es vorweg zu nehmen: Wir hatten noch ziemliches Glück: Ausser ein paar kleinen Schauern war uns der Wettergott wohlgesonnen.
Wir treffen uns also in Rurberg, In den Höfen. Dieser Parkplatz liegt direkt am Seeufer unter alten Bäumen und ist sehr ruhig. Der Platz hat keine V+E und keinen Strom und ist Gebührenpflichtig (€ 3,00). Rurberg ist ein Teil der Gemeinde Simmerath und liegt im Nationalpark Eifel. Für Naturliebhaber ist der Rursee ein Paradies, hier gibt es wunderschöne Wanderwege rund um den See mit vielen Sehenswürdigkeiten, hier kommen Wassersportler, Biker, Radfahrer und Wanderer voll auf ihre Kosten.
Mit von der Partie sind dieses Jahr Joxy (Rita und Markus), Frebeka (Iris und Bernd), Dima (Marianne und Dieter, Karlo 696 (Birgit und Karl-Heinz) und unsere Wenigkeit. Zur Begrüssung der Teilnehmer wird ein Glas Sekt ausgeschenkt und anschliessend der Verlauf der Reise erklärt. Danach werden Tisch und Stühle aus den Womos geholt und wir verbringen den ersten Abend mit Klatsch+Tratsch.

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IMG 4145IMG 4147-200Die erste Etappe unserer Tour steht unter dem Motto: Nationalpark Eifel.
Wir stehen schon sehr früh auf und starten gegen 9 Uhr. Karl-Heinz hat Funkgeräte mitgebracht und so bekomme ich eines als Leader und Karl-Heinz als Hintermann auch. Auf diese Weise kann man ganz entspannt die Truppe anführen. Wir müssen nicht sehr lange fahren, schon nach 17 km treffen wir in Monschau ein. Die Fahrzeuge werden auf den ausgewiesenen Park- und StellplatzBiesweg abgestellt (Parkgebühren €3,00, Koordinaten: N 50°33’14’’/E 6°13’55’’). Hier gibt es auch eine V+E(Kostenpflichtig). Das verträumte Eifelstädtchen mit seinem mittelalterlichen Stadtkern und den verwinkelten Gassen liegt im Felstal der Rur. Monschau hat eine gut erhaltene Altstadt aus der Epoche der Tuchmacher. Monschau bietet Natur und Kultur in Hülle und Fülle. Wir spazieren bei leichtem Nieselregen durch die verwinkelten Gassen mit den romantischen Fachwerkfassaden. 1198 wurde der Name Monschau zum ersten Mal erwähnt, die genaue Herkunft des Namens ist nicht feststellbar. Monschau besitzt über 200 denkmalgeschützte Bauwerke. Hoch über dem Städtchen liegt die Burg Monschau. Sie entstand vermutlich Anfang des 13. Jahrhunderts und wurde Mitte des 14. Jahrhunderts zu einer Festung mit mächtigen Ringmauern und Wehrgängen versehen. 1543 belagerten Truppen Kaiser Karl V. die Anlage, nahmen sie ein und plünderten sie samt der Stadt Monschau.

IMG 4153In der Mitte der Ortschaft fällt sofort ein grosses rotes Haus auf, das eigentlich so gar nicht zu den kleinen Fachwerkhäuschen passen will. Das Rote Haus wurde 1752 von dem Tuschmacher und Kaufmann Johann Heinrich Scheibler als Wohn- und Geschäftshaus erbaut. Scheibler (1705-1765) hatte die Monschauer Tuchindustrie zur höchsten Blüte gebracht. Die linke Hälfte ist das Wohnhaus „Zum goldenen Helm“, die rechte Seite das Kontorhaus „Zum Pelikan“. Im Jahre 1963 hat die Familie Scheibler zusammen mit dem Landschaftsverband Rheinland die Stiftung Scheibler-Museum Rotes Haus gegründet, um dieses einzigartige Baudenkmal weiterhin zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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IMG 4164Joerg 5128Nach einem ausgedehnten Bummel durch die Altstadt machen wir auf dem Rückweg noch Halt an einem kleinen Senf-Lädchen, wo wir original Monschauer Senf verkosten.Monschau und Senf: Diese beiden Begriffe gehören untrennbar zusammen. In der Senfmühle Monschau wird noch heute nach alten Rezepten Senf produziert.
Als letzte Sehenswürdigkeit ist ein Besuch im Monschauer Handwerkermarkt vorgesehen. Der liebevoll hergerichtete Dorfplatz ist das Herz des Handwerkermarktes. Hier findet man rund um einen künstlich angelegten Bachlauf viele Waren, die von Hand gefertigt sind. Auch die ausgestellten Glaswaren aus der Monschauer Glashütte sind sehenswert.
Als nächste Etappe an diesem Tag stand das zweitgrösste Freilichtmuseum Deutschlands, das Rheinische Freilichtmuseum Kommern auf unserem Plan. Die Fahrt dorthin ist etwa 47 km lang und dauerte etwa 1 Stunde. Der Besuch dieses Museums bedeutet eine Reise in die Vergangenheit. Das Freilichtmuseum beinhaltet 60 historische Gebäude, welche in vier Baugruppen aufgeteilt ist. Wir können uns über die Region Niederrhein, Bergisches Land, Eifel/Köln und Westerwald/Mittelrhein informieren. Hier kann man noch alte Handwerkstradition live erleben. Die einzelnen Baugruppen enthalten Bauernhöfe, Windmühlen, Werkstätten und dörfliche Gemeinschaftsbauten wie Schule und Backhaus. Die Museumsgebäude sind schön in die Landschaft integriert und von Bauerngärten, Feldern und Wiesen umgeben. Auch die Tiere, die früher auf Bauernhöfen anzutreffen waren, sind in die Museumslandschaft integriert. Wir konnten viele freilaufende Hühner und Gänse, sowie Pferde und auch einen Esel bewundern.

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Es ist schon später Nachmittag und uns knurrt der Magen. Auf dem Weg zum Ausgang kommen wir noch an einem kleinen Restaurant vorbei und wir kehren nach kurzem Zögern. ein. Hier werden rheinische Spezialitäten wie Kartoffelsuppe und Ätzesupp (Erbsensuppe) mit Wursteinlage zu einem fairen Preis angeboten.

IMG 4206IMG 4177KHG Eifel -Tour 2009 Bild 086

Gut gesättigt, machen wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Übernachtungsplatz in Blankenheim. Wir durchqueren noch die historische Altstadt von Kommern und fahren noch etwa 36 km, bis wir an unserem heutigen Schlafplatz im Ahrstädtchen Blankenheim, an der Weiherhalle eintreffen (Koordinaten: N 50°26’ 8’’/E 6°39’16’’). Dieser Platz hat eine V+E, sowie Stromanschluss. Kosten: € 5,00 für 24 Std. Blankenheim liegt geschützt im Tal, umschlossen von bewaldeten Höhen und hat somit genügend Schutz vor den rauhen Winden in der Eifel. Trotz des anstrengenden Tages haben alle noch viel Kraft und so unternehmen wir noch einen Rundgang durch den historischen Ortskern von Blankenheim. Der Ort hat noch sehr alte Stadttoranlagen, eine spätgotische Pfarrkirche und denkmalwerte Fachwerkbauten in romantischen Winkeln und Gassen. Der Ortskern wurde in der Vergangenheit umfassend renoviert und restauriert. Blankenheim hat auch einige nette Lokale, wo man gut Essen kann.

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Bild oben: Weiher mit Burg (heute eine Jugendherberge).
Bild mitte: Das Hirtentor aus dem Jahr 1404
Bild rechts: Das Georgstor wurde 1670 erbaut.

IMG 3383IMG 3426IMG 3408Bild links: Das Hirtentor von der Rückseite.
Bild mitte: Kirche Mariä Himmelfahrt.
Bild oben rechts: Die Ahr entspringt direkt unter diesem Haus.
Blankenheim liegt mit rd. 30 km Strecke am Eifelsteig von Trier nach Aachen und ist Station am Jakobspilgerweg von Köln nach Trier. Im Ort kann man sich den nötigen Pilgerstempel abholen.
Unter einem alten Haus aus dem Jahre 1726 in der Mitte des Ortes entspringt die Ahr und durchfliesst den Ort durch einen gemauerten Kanal. Aus der Quelle strömen pro Minute ca. 720 Liter Wasser. Das Wasser der Ahr enthält viele stickstoffhaltige Verbindungen wie Ammonium und Nitrat. Die Ahr windet sich etwa 89 Kilometer durch die Landschaft, bevor sie in Sinzig in den Rhein mündet.
Den heutigen Tag haben wir mit viel Bewegung verbracht, trotzdem verbringen wir den Abend wieder gemeinsam an den Wohnmobilen, bevor wir müde in unsere Betten fallen.

Die heutige Etappe bietet Stoff für 2 Mottos:Schumi-Land und Krimitour. Nach einer ruhigen Nacht werden noch unsere Wohnmobile ver- und entsorgt. Wir starten wieder gegen 9 Uhrund fahren durch Täler und Berge zum Radioteleskop Effelsberg, um hier einige Fotos zu machen. Wir parken unsere Wohnmobile auf einem öffentlichen Parkplatz, von dem aus wir zu Fuss entlang der Tafeln des Planetenweges in etwa 15 Minuten das Radioteleskop erreichen. Das Radioteleskop Effelsberg sieht nichts, empfängt aber Radiowellen aus bis zu 12 Milliarden Lichtjahren Entfernung. Mit 100 Metern Durchmesser gehört dieses Radioteleskop zu den grössten auf der Erde. Es wiegt 3200 Tonnen und die Oberfläche der Antenne hat imposante 7850 Quadratmeter, wodurch noch extrem schwache Radiosignale empfangen werden können. Das Teleskop wurde auf einem Ringfundament von 64 Meter Durchmesser errichtet. In 12 Minuten kann es in der Horizontalen um 360 Grad gedreht werden und nur knapp 6 Minuten sind erforderlich, um das Teleskop um 90 Grad zu kippen. In der kurzen Zeit unserer Anwesenheit konnten wir einen kurzen Schwenk miterleben.

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IMG 4224KHG Eifel -Tour 2009 Bild 128IMG 4229

Der Fotostopp am Radioteleskop dauert nicht sehr lange und wir haben unsere Motive im Kasten. Wir starten wieder unsere Wohnmobile und stürzen uns über teilweise sehr enge, kurvige Strassen hinab in das schöne Ahrtal. Wir durchfahren Adenau und schrauben uns den Berg hinauf über die hohe Acht in Richtung Nürburgring. Dima Eifel -Tour 2009 Bild 021Joxy Eifel -Tour 2009 Bild 024Die Hohe Acht befindet sich östlich von Adenau. Der Berg ist ein Vulkan und ist der höchste Punkt der Eifel. Oben angekommen machen wir einen Halt an der alten Rennstrecke, der grünen Hölle. Wie fast jeden Tag versuchen hier Hobbyrennfahrer das letzte aus ihren Fahrzeugen rauszuholen. Aber auch professionelle Fahrer und Werksfahrer namhafter Autohersteller benutzen diese Rennstrecke für Versuchsfahrten. Auch an diesem Morgen sind wieder einige Autos zu beobachten.
Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum neu gestalteten Nürburgring. Wir passieren noch die Nürburg, fahren an der Zufahrt zur Nordschleife vorbei und parken die Wohnmobile direkt vor dem neu erbauten Ring-Werk. In den letzten Monaten hat sich viel getan an der Rennstrecke. Viel wurde abgerissen und neu errichtet. Leider ist noch sehr viel im Bau, überall wird gehämmert und gebohrt und einen Blick auf die Boxengasse und Grand Prix-Strecke konnten wir auch nicht werfen. Die neue Achterbahn konnte bisher ausser einem Probelauf auch noch nicht in Betrieb genommen werden. Somit machen wir halt nur einen Rundgang auf dem Ringboulevard und schauen uns die vielen Shops von führenden Automobilherstellern und Zulieferern an.

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Kurz nachdem wir wieder starten, passiert Birgit und Karl-Heinz ein Missgeschick mit ihrem Wohnmobil. Es will nach einer Tankpause nicht mehr anspringen. Kurz entschlossen wird der ADAC informiert und der Rest der Gruppe fährt weiter. Der Fehler kann von einer Werkstatt in Daun nicht beseitigt werden. Allerdings springt der Diesel mit Startpilot wieder an und Karl-Heinz kann weiterfahren. Er erwartet uns auf dem Parkplatz von Schalkenmehren.

Frebeka Eifel -Tour 2009 Bild 096IMG 4261Der Höhepunkt dieses Tages steht uns aber noch bevor. Die Restgruppe rollt weiter Richtung Hillesheim. Den Krimi-Fans ist dieses Städtchen sicherlich ein Begriff. Hillesheim hat etwa 2700 Einwohner und liegt in der geologisch interessanten Vulkaneifel in einer waldreichen Umgebung. Wir parken unsere Fahrzeuge auf dem traditionsreichen Viehmarkt. Hillesheim zeigt sich mit einem malerischen, historischen Ortskern, einer alten Stadtmauer und mit einem Hexenturm. Auch zahlreiche Brunnen sind zu finden. Die Häuser in Hillesheim sind sehr schön von ihren Besitzern renoviert worden und präsentieren sich mit tollen Farben. Am Nachmittag nehmen wir an der Hillesheimer Eifel-Krimi-Städtchentour mit „Klara Fall“ teil (Kosten: €30,00 p/Std.). Mit “Klara Fall” machen wir einen Streifzug zu den Schauplätzen der legendären Eifelkrimis. Nebenbei müssen wir unsere kriminalistischen Fähigkeiten beweisen und ein Rätsel lösen.

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IMG 4305IMG 4292Zum Schluss dieser Tour besuchen wir auch das Kriminalhaus. Das Kriminalhaus ist Anziehungspunkt aller Krimi-Fans. Im ersten Stock des Hauses reihen sich in den Regalen dicht gedrängt ca. 26.000 Bände. Hier kann man herrlich in den Büchern stöbern und sich in einem der bequemen Sessel niederlassen. Dieses Angebot ist zudem völlig kostenlos. Nachdem uns “Klara Fall” die Krimi-Diplome für unsere tollen Krimi-Spürnasen übergeben hat, kehren wir noch in das Café Sherlock ein. Hier gönnen wir uns inmitten von antiken Möbeln und toll geschmückten Wänden in aller Ruhe einen Cappuccino.
Nach diesen tollen Eindrücken nehmen wir noch weitere 25 km unter die Räder und fahren zu unserem Übernachtungsplatz in der Nähe von Schalkenmehren. Auf diesem Parkplatz setzen wir uns noch bei Iris und Bernd im Wohnmobil zusammen und nehmen einen kleinen Schlummertrunk zu uns. Danach fallen wir erschöpft, aber glücklich, in unsere Betten.

Unser heutiges Motto lautet: In der Vulkaneifel. Nach einer regnerischen Nacht mit einem kleinen Gewitter unternehmen wir heute in aller Frühe eine Wanderung zu den „Augen der Vulkaneifel“. Die Schalkenmehrener Maare liegen im südöstlichen Teil der Vulkaneifel. Zum Aussichtspunkt, wo man das Weinfelder Maar und Schalkenmehrener Maar sehen kann sind es etwa 400 Meter. Von hier aus hat man auch einen schönen Blick auf das Örtchen Schalkenmehren. Leider ist heute das Wetter umgeschlagen: Dichte Nebelfelder liegen noch über den Wiesen, aber es macht trotzdem Spass in der frischen Herbstluft etwas zu wandern.

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IMG 4322IMG 4326Das Weinfelder Maar entstand vor rund 10.500 Jahren bei einer vulkanischen Gasexplosion und ist rund 525 m lang, 375 m breit und 51 m tief. In unmittelbarer Nähe des Maars befindet sich ein Friedhof - daher auch "Totenmaar" - mit einer kleinen, teilweise aus dem 14. Jahrhundert stammenden Kapelle.

Etliche Sagen ranken sich um das stille Totenmaar: Nach einer der Sagen soll an dieser Stelle einmal ein Schloss gestanden haben, in dem ein mildtätiger Graf mit seiner Dienerschaft, seiner hartherzigen Gemahlin und seinem einzigen Kind wohnte. Eines Tages kehrte der Graf von der Jagd nach Hause zurück und fand nur einen See an der Stelle vor, an der sein Schloss gestanden hatte. Es war mit allen Bewohnern im Erdboden versunken und hinterliess einen See, das Totenmaar. Wie durch ein Wunder erschien eine Wiege an der Oberfläche, in der sein Kind wohlbehalten ans Ufer trieb. Das Pferd des Grafen scharrte während eines Ausrufs seines Herrn eine Quelle aus dem Boden. Der Graf baute später aus Dankbarkeit für die Errettung seines Kindes eine Kapelle, welche wie auch die Quelle noch erhalten ist.
Das Schalkenmehrer Maar und ist ein Doppelmaar, bestehend aus dem westlichen Maarsee und dem östlichen Trockenmaar. Beide entstanden vor rund 10.500 Jahren nach einer vulkanischen Gasexplosion. Der westliche Teil des Maars schwankt im Durchmesser zwischen 500 bis 575 m und ist bis zu 21 m tief. Eigentlich wollten wir bis in den Ort hinunterlaufen, aber wir sind erst in die falsche Richtung marschiert und dann hatten wir keine Motivation mehr, weiter zu laufen.

IMG 4336Nun nehmen wir die letzte Etappe der Eifeltour unter die Räder. Wir fahren nach Mendig in die Brauerstrasse, auf einen ausgewiesenen Stellplatz in der unmittelbaren Nähe vom Lavadom. Mendig ist eine über 950 Jahre alte Vulkan- und Bierbrauerstadt mit vielen Sehenswürdigkeiten, unter anderem mit den unterirdischen Felsenkellern, die sich auf einer Fläche von 3 qkm in 30 Metern Tiefe unter der Stadt befinden, seinem Vulkanmuseum und der Museumslay. Es ist wieder besseres Wetter und wir können noch ein wenig vor den Mobilen sitzen.
Zwischenzeitlich hat Anne Karten für den Lavakeller und das Museum besorgt und so stehen wir pünktlich um 14 Uhr am Eingang vom Lavadom und warten auf den “Führer”. Endlich geht es los, aber bevor wir in den Lavakeller einsteigen können, müssen wir uns aus Sicherheitsgründen einen Helm aufsetzen. Dann steigen wir eine schmale Treppe mit 150 Stufen hinab in den Lavakeller. Unten angekommen, erwartet uns eine Temperatur von 6-9°C, die immer gleichbleibend ist.

IMG 4341Die historischen Lavakeller sind durchMenschenhand entstanden und Einzigartig auf der Welt. Auf einer Fläche von nahezu 3 Quadratkilometern spannt sich das Netzt von unterirdischen Kellern. Als damals die Vulkane ausbrachen floss ein riesiger, 20 Meter dicker Lavastrom Richtung Mendig und erkaltete. Später war es für die Menschen hier ein wichtiger Broterwerb. Die Mendiger begannen die Basaltlava als Baumaterial abzubauen und meisselten Mühlsteine aus den Basalt. So entstanden die Lavakeller. Aber es war ein mörderischer Job, kalt und feucht war es. Die Menschen, Männer und Frauen, arbeiteten 12-14 Stunden in dieser dunklen Höhle. Sie wurden selten über 40 Jahre alt. Später wurden die Keller von vielen Brauereien als Lager für Bier benutzt, war doch die Temperatur ideal. Später, als die Kühltechnik erfunden wurde, gab es keine Verwendung mehr für die Lavakeller.

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IMG 4369IMG 4365Um das alte Handwerk der Nachwelt zu erhalten, haben sich mehrere junge Leute aus Mendig daran gemacht, die Werke als Mahnmal an die schwere Arbeit der Väter und Grossväter auf einem Freigelände, wenige Meter entfernt vom Lavadom, auszustellen. Hier entstand die Museumslay mit interessanten Ausstellungstücken. Direkt am Eingang steht eine Winde mit der die schweren Mendiger Basaltsteine aus den Felsenkellern ans Tageslicht gefördert wurden. Die Winde wurde früher von einem Pferd betrieben.

IMG 4372IMG 4370Aber noch viele andere sehenswerte Dinge findet man auf der Museumslay, z.B. alte Maschinen, einen Grubenkran sowie eine Grubenschmiede. Ausserdem sind viele künstlerisch gefertigte Skulpturen zu sehen.
Heute hatte es viele Höhepunkte und wir wollen diesen Tag mit einem gemeinsamen Abendessen abschliessen. Leider bekamen wir im Brauereikeller keinen Sitzplatz mehr, somit mussten wir im Bierzelt Platz nehmen. Dies hat aber unserer Stimmung keinen Abbruch getan. Wir haben gut gegessen und etwas Mendiger Bier getrunken. Zu vorgerückter Stunde sind wir noch zu Birgit und Karl-Heinz in das Wohnmobil eingeladen worden. Hier lassen wir noch mal den Tag Revue passieren.

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Nach einer sehr ruhigen Nacht schlafen wir diesmal etwas länger, da sich heute die Gruppe auflöst und die Heimreise antritt. Nach und nach werden noch die Wohnmobile ver- und entsorgt und Anne und ich verlassen den Platz als Letzter.

Fazit:
Es war wieder mal eine tolle Tour mit netten Leuten. Unstimmigkeiten sind nie aufgekommen. Wir kennen uns jetzt schon einige Jahre und es ist immer wieder schön zusammen auf Tour zu gehen und die Schönheiten des Landes zu erkunden. Anne und ich freuen uns schon auf den nächsten Herbst, dann wird Marianne und Dieter uns in das Donautal entführen.