roll up280

Interview mit PHOENIX

Kontakt

Wenn Sie weitere Informationen wünschen, benutzen Sie das Kontaktformular

Impressum

Klick hier>> Impressum

Wer ist online?

Aktuell sind 17 Gäste und keine Mitglieder online

website security

Alle Bilder von Nord-Portugal finden Sie hier: Nord-Portugal

Den Titel „Im Land der Azulejos“ haben wir gewählt, weil uns auf dieser Reise die bemalten Kacheln auf Schritt und Tritt begleitet haben. Viele dieser Fliesen zeigen Motive aus der Region oder geschichtsträchtige Ereignisse aus der Vergangenheit des Landes. Aber nicht nur Kirchen, Bahnhöfe und andere Sehenswürdigkeiten sind mit Fliesenbildern verziert, auch viele normale Wohnhäuser haben als Schmuck die Azulejos an der Fassade, hier allerdings meist unifarben. Selbst die Straßennamen in den Dörfern und Städten sind auf Azulejos gebrannt.

Für unsere Reise nach Portugal haben wir bewusst die vierte Jahreszeit gewählt. Es ist nicht mehr so warm, also optimal für unsere Entdecker-Tour. Das milde Klima und die herrliche Atlantikküste machen Portugal ganzjährig zum idealen Reiseziel.

Unsere Reise nach Nordportugal soll möglichst abseits der großen Mautstrecken stattfinden, möchten wir doch etwas von der Landschaft sehen. Unsere Anreise verläuft also über Landstraßen quer durch Frankreich. Wir passieren sechs Regionen: Lorraine, Champagne-Ardennes, Bourgogne, Auvergne, Limousin und Aquitaine, vorbei an Metz, Troyes, Bourges, Bordeaux und Biarritz.
Manchmal ist die Fahrt jedoch etwas mühsam, LKW-Verkehr und viele Ortsdurchfahrten mindern die Reisegeschwindigkeit doch sehr. Für die Strecke bis Biarritz benötigen wir drei Übernachtungen. Neben der schönen Landschaft haben wir noch folgende Beobachtung gemacht: Fast jedes größere Städtchen verfügt über einen Wasserturm. Diese gehören in Frankreich zur Landschaft, genauso wie die Kreisverkehre. 16.000 an der Zahl sollen es noch sein. In Hendaye überfahren wir die Grenze nach Spanien und übernachten auf dem Stellplatz in Palencia.

nordportugal(56)Am folgenden Tag überqueren die Grenze in Miranda do Douro. Nun sind wir im Land der Seefahrer und Entdecker, in Tra´s-os-Montos, im Nordosten von Portugal angekommen. Hier ist allerdings noch kein Meer zu sehen. Es ist sehr gebirgig und die Vegetation ist weniger üppig. Unser Ziel in Miranda do Douro ist die Kathedrale mit den Ruinen des Bischofs-palastes. Mitte 1545 begannen die Arbeiten zur Errichtung.

Wir verlassen den Ort und schwenken auf die N218 Richtung Bragança. In Reiseführern habe ich gelesen, dass die Portugiesen ein sehr freundliches und hilfsbereites Volk sind. Auf einer einsamen Landstraße machen auch wir die erste positive Bekanntschaft mit einem Einheimischen. Wir hatten eine falsche Abzweigung genommen und wollten gerade das Navi neu programmieren als ein PKW mit einem freundlichen Herrn neben uns hielt und in gutem Deutsch fragte, ob wir ein Problem hätten. Er lotste uns dann auf den richtigen Weg. An dieser Stelle möchte ich schon mal auf ein weiteres Geschehen vorgreifen: Auf unserer weiteren Tour, im Süden Portugals, platzte der Luftbalg an der rechten hinteren Achse. Bei der Begutachtung des Schadens bot eine ältere Dame ebenfalls ihre Hilfe an.

portugal(15)645

Nach einigen Kilometern führt uns ein Wegweiser auf einem schmalen, holprigen, mit unzähligen Steinen übersäten Weg zu einer kleinen Kirche mit Namen N.S. do Rosario. Die Kapelle liegt eingebettet zwischen Olivenbäumen und Zypressen. Leider ist das schmiedeeiserne Tor verschlossen und wir müssen zurück. Auf dem Weg zur Hauptstraße kommt uns noch eine Herde Kühe mit einer Reiterin auf ihrem Esel entgegen. In dieser bergigen Region ist der Esel immer noch ein beliebtes Transportmittel.
Wir erreichen wieder die N218 und fahren über Vimioso durch eine imposante Berglandschaft nach Bragança. Der Blick in die tiefen Schluchten ist atemberaubend. Hin und wieder schrecken wir einen streunenden Hund auf. Es gibt zahlreiche wilde Hunde hier, sie sind im wahrsten Sinne „arme Hunde“.

In Bragança nächtigen wir auf einem schön angelegten Stellplatz unterhalb der Festung (N 41°48‘14‘‘ W 6°44‘46‘‘). Dieser Ort hat ein mittelalterliches ummauertes Stadtgebiet, die Oberstadt, die auch Cidadela genannt wird. Nach einer ruhigen Nacht besichtigen wir die sehr gut erhaltene Burg mit ihren Anlagen. Auf dem riesigen Innenhof dominiert der 34m hohe Bergfried (Torre de Menagem). In ihm ist ein Militärmuseum untergebracht. Auf der linken Seite steht die Kirche Santa Maria do Castelo mit ihrem herrlichen Renaissanceportal. Direkt daneben, ganz aus Granit gebaut und mit vielen Rundbogenfenstern ausgestattet, der historische romanische Domus Municipales. Auf dem Weg zum unteren Tor passieren wir kleine, ausgesprochen malerische Gässchen, bis wir vor dem Denkmal des Herzogs von Bragança, Fernando II. stehen. Das Wetter ist für diese Jahreszeit ausgesprochen gut, wir unternehmen noch einen Rundgang entlang der Burgmauer. Von hier aus hat man einen eindrucksvollen Blick auf die Stadt.

nordportugal(137)nordportugal(166)

Wir verlassen Bragança und weiter geht es immer entlang des Parque Natural de Montezinho auf der N103 Richtung Chaves. Das Hochland, eine der reizvollsten Natur- und Kulturlandschaften des Landes, reicht bis an Portugals nordöstlichen Grenze zu Spanien. Es ist ein Gebiet mit riesigen Kastanienbäumen, Eichenwäldern und tiefen Schluchten. Der 750 Quadratkilometer große Park wurde einst gegründet, um die Dörfer der Region und ihre Umgebung zu schützen. Hier scheint die Zeit stillzustehen, man hat den Eindruck, ganz weit weg von irgendeiner Stadt zu sein. Leider ist auch hier die Landflucht zu spüren, viele Dörfer entlang der Strecke wirken Menschenleer, die alten Steinhäuser sind zum Teil verfallen und viele stehen leer. Dazwischen allerdings immer wieder einige neue, toll angelegte Landhäuser, die wohl als Wochenendhaus für betagte Bürger dienen. Am frühen Nachmittag erreichen wir Chaves. Die Stadt ist von historischer Bedeutung. In Frühzeiten war hier eine römische Garnison eingerichtet. Die Thermalquellen von Chaves sind seit römischen Zeiten bekannt und noch heute ist Chaves ein Wasserkurort.

nordportugal(101)nordportugal(99)

Auch die römische Brücke über den Tâmega mit ihren 12 Steinbögen steht noch immer und gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Brücke ist ein ideales Fotomotiv, also zücke ich meine Kamera und mache mich mit Anne auf den Weg. Durch einige kleine, heimelige Gassen gelangen wir zum Castello de Menagem, dem Rest einer alten Befestigungsanlage. Eine malerisch angelegte Parkanlage mit großen Kanonenrohren rückt den Torre de Menagem ins rechte Licht.
Portugiesen lieben wohl Schuhe, im Centrum der Stadt gibt es ungewöhnlich viele kleine Schuhläden. Es ist Sonntag und keiner von uns kommt auf dumme Gedanken.
Unsere weitere Reise führt uns in das Alto Douro Gebiet, dem Mekka des Portweins. Sie ist die älteste geschützte Weinbauregion der Welt. Sie gehört seit 2001 zum UNESCO-Welterbe. Die Fahrt Richtung Pinhão hat es in sich, es ist ein ständiges Auf-und Ab auf engen, kurvenreichen Straßen. Dafür werden wir aber immer wieder durch tolle Ausblicke auf Berge und Täler belohnt. In Alijó ist vorerst die Reise zu Ende. Die Stadt feiert 500jähriges Jubiläum und die Straßen sind voller, in Landestracht gekleideter Menschen. Die Polizei hat alle Straßen in der Innenstadt gesperrt. Auf normalem Wege ist kein Durchkommen, also weichen wir auf Schleichwege aus. Dank Navi finden wir doch noch das Schlupfloch aus der Stadt.

portugal(73)645

Wieder geht es über Berg und Tal, immer mehr Weinberge zieren die Landschaft. Erst sind bis jetzt sanfte Hänge, die noch mit Maschinen bearbeitet werden können. Dann wird es immer steiler, hier ist nur noch Handarbeit angesagt. Die Landschaft erinnert stark an die Mosel, wo die Winzer mit ähnlichen Problemen kämpfen. Dann geht es steil Bergab, zum Rio Douro. In Pinhão finden wir im Hafen an der Mole einen schnuckeligen Übernachtungsplatz.
Als Highlight von Pinhão ist der Bahnhof zu nennen, die interessanten Azulejos (Fliesen-Bilder) an der Bahnhofsfront zeigen Motive aus der Weinregion und erzählen die Geschichte des Portweins.

 nordportugal(121)nordportugal(120)

Weiter geht es zur Pilgerkirche Nossa Senhora dos Remédius in Lamego. Wir fahren über die Metallgitterbrücke und lenken unser Wohnmobil auf die linke Seite des Rios Douro. Die Straße neben dem Fluss hat viele seitliche Ausbuchtungen, hier können wir noch einmal die vielen Weinberge bewundern. In Lamego fahren wir durch eine breite Pappelallee (Dr. Alfredo de Sousa) zur gigantischen Treppenanlage der Pilgerkirche. Von hier aus können wir schon den prunkvollen Barockbau auf dem Hügel erkennen. Ca. 660 Stufen führen hinauf zur Kirche. portugal(92)645Mittlerweile hat das Wetter umgeschlagen, es schüttet wie aus Kübeln. Wir finden oben auf dem Hügel einen großen Parkplatz, nur ein paar Schritte von der Kirche entfernt. Der Regen hat urplötzlich aufgehört, so dass wir die Pilgerkirche nebst Anlagen besichtigen können. Mit dem Bau wurde im achtzehnten Jahrhundert begonnen, aber erst 1905 fertig-gestellt.
Die Anlage ist mit dem dicht bewaldeten Park Santo Estevão, mit mystischen Wegen und Gartenanlagen, umgeben. Auf den Treppenabsätzen befinden sich interessante Skulpturen: etwa der Pelikanbrunnen mit seinen verschieden großen Schalen. Aus der Mitte einer großen Wasserschale erhebt sich ein 22 Meter hoher Obelisk, verziert und gestützt von mythischen Atlanten. Auch das Innere der Kirche ist eindrucksvoll, der goldene Altar überstrahlt alles. Auch die farbigen Azulejos sind sehenswert.
Eigentlich wollten wir noch einen Abstecher in den Parque Natural do Alvão machen. Dieses Schutzgebiet an der Westflanke des Alvão-Gebirges besteht aus einem imposanten Bergmassiv. Das zurzeit anhaltend schlechte Wetter hält uns aber von dieser Tour ab. Stattdessen geht es ca. 50km weiter, auf einer super ausgebauten Mautstraße mit vielen hohen Brücken, der A7 in Richtung Braga, weiter. Obwohl es Montag ist, überholen uns auf der gesamten Strecke nur eine Hand voll PKW. Wie sollen wohl die Kosten für diese Autobahn wieder reinkommen? Wir verlassen die Autobahn bei Guimarães und stellen unser Wohnmobil auf einem Stellplatz, unterhalb der Festung, ab (N 41°26‘53‘‘ W 8°17‘24‘‘).
Der eindrucksvolle quadratische Castelo de Guimares dominiert meilenweit den Horizont. Die schildförmige Burg wurde im 10. Jahrhundert erbaut, um die Stadt vor Angreifern zu schützen. Nach einer Legende soll hier Portugals erster König geboren sein.

portugal(17)645portugal(18)645Es ist nicht mehr weit bis zur viertgrößten Stadt Portugals, Braga. Hier möchten wir aber nicht die Stadt besichtigen, sondern fahren sechs Kilometer östlich nach Tenões zur berühmten Wallfahrtskirche Bom Jesus do Monte (N 41°33‘23‘‘ W 8°22‘37‘‘). Sie liegt an der Westflanke des 564 m hohen Monte Espinho, inmitten eines Parks. Er ist ein beliebtes Ausflugs- und Picknickziel der Portugiesen. Zur Kirche gelangt man entweder zu Fuß, mit dem Auto oder mit einer Zahnradbahn.

nordportugal(113)Der Elevator aus dem Jahre 1882 überwindet mittels Schwerkraft die 300 Höhenmeter in drei Minuten. An der oberen Station wird der Boden der Kabine mit Wasser gefüllt. Beim Herabsinken zieht sie die untere Kabine hinauf zur Wallfahrtskirche. Wer genügend Kraft hat, kann auch die bis zur Spitze führende, mächtige Treppe, die durch 17 Stationen unterbrochen ist, benutzen. Sie ist mit symbolischen Brunnen, allegorischen Statuen und anderen barocken Dekorationselementen geschmückt. Im inneren der Kirche beeindruckt der gewaltige Altar wo mit lebensgroßen Figuren die Kreuzigungsszene dargestellt ist.

Nach diesem eindrucksvollen Erlebnis führt uns die Tour, immer in Meeresnähe, durch ein großes Gemüseanbaugebiet nach Porto. In regelmäßigen Abständen werden an der Straße auf Leiterwagen oder Verkaufsständen Obst und Gemüse aus der Region angeboten. In Porto überqueren wir die berühmte Eisenbrücke aus dem Jahre 1886 über den Rio Douro, um zu unserem Stellplatz in Vila Nova de Gaia zu gelangen (N 41°8‘35‘‘ W 8°37‘56‘‘).
Es ist später Nachmittag, trotzdem möchten wir noch per Pedes nach Porto. Wir spazieren am Ufer des Rio Douro entlang, wo einige Angler ihr Glück versuchen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses leuchten die Häuser von Porto in der Nachmittags-sonne.

portugal(157)645

Kurz vor der Dourobrücke Ponte Dom Luis benutzen wir die Seilbahn, die uns zum Kloster Serra do Pilar bringt. Von hier aus gelangen wir zu Fuß über die obere Douro-Brücke auf die andere Seite des Flusses. Es ist sehr windig, aber der Ausblick von der Brücke ist gewaltig. In der Stadt fällt uns auf dem Hügel Pena Ventos direkt die KathedraleSé von Porto mit dem Pelourinho ins Auge. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick über die Kirchen und Gassen von Porto. Die Kathedrale ist die Hauptkirche von Porto und die Bischofskirche des Bistums und seit 1996 Weltkulturerbe der UNESCO.
In der Innenstadt und am Bahnhof herrscht reges Treiben, es ist jetzt früher Abend und die Menschen bereiten sich auf den Feierabend vor. Ein Besuch des Bahnhofs S. Bento ist ein absolutes Muss, die Azulejos an den Wänden haben uns begeistert. Wir sind immer wieder überrascht, wie detailliert und aussagekräftig diese wetterfesten Wandfliesen sind. Die Azulejos sind in Portugal fester Bestandteil des Stadtbildes und werden in vielen Gebäuden, Hausfassaden und Kirchen, zu künstlerischen Wandbildern zusammengefügt. 
Wir bummeln noch ein wenig durch die Innenstadt, bevor uns ein ordentlicher Regenschauer zur Rückkehr ins Wohnmobil drängt.

nordportugal(85)nordportugal(54)

Jetzt haben wir erst mal genug Kultur genossen, wir möchten ans Meer. Nach dem Frühstück brechen wir deshalb in Richtung Küste auf. Auf der Fahrt entlang der Küstenlinie entdecken wir noch ein wahres Kleinod: Die Azulejo-Kirche von Cortegaca. Sie ist von oben bis unten mit blauen Azulejos verkleidet, ein wahres Prunkstück.
Entlang der Costa de Prata gibt es reichlich geeignete Badeplätze, wo man mit dem Wohnmobil stehen kann, auch das freie Übernachten ist hier vielfach möglich. Wir brauchen aber Frischwasser und müssen Entsorgen, deshalb fahren wir zum offiziellen Wohnmobilstellplatz in Praia da Vagueira (N 40°33‘3‘‘ W 8°46‘12‘‘).

portugal(6)

Wir sind auf diesem großen Platz die einzigen Gäste und genießen den Rest des Tages an einem wunderschönen Strand. Der nächste Morgen begrüßt uns mit heftigem Dauerregen, auch der Wind hat deutlich zugenommen, unser Wohnmobil wird einige Male heftig durchgeschüttelt. Obwohl wir hinter den Dünen stehen, hört man das mächtige Brausen der Brandung.

nordportugal(167)nordportugal(168)

Trotz des schlechten Wetters brechen wir auf und fahren einsame und kurvenreiche Straßen über Berg und Tal auf der N234 Richtung Santa Comba Dão. Bei Luso passiert man den Parque Nacional do Buçaco. Hier kann man herrlich spazieren gehen und das Neomanuelinische Schloss mit den prächtigen Arkaden und Azulejobildern bewundern. Heute ist das Schloss ein Hotel. Entlang der Strecke gibt es eine Vielzahl an braunen Hinweisschildern, die auf mögliche Ausflugsziele und Attraktionen hinweisen. Diese Schilder findet man übrigens im gesamten Land.
Weiter geht die Route über die gut ausgebaute IP3 nach Coimbra am Rio Mondego. Sie ist seit 1307 die älteste Universitätsstadt Portugals. Hier stellen wir unser Wohnmobil auf einem ausgewiesenen Stellplatz ab (N 40°12‘3‘‘ W 8°25‘47‘‘).

portugal(36)

Am folgenden Tag spazieren wir über die Ponte de Santa Clara, die den mächtigen RioMondego überspannt, in die Altstadt von Coimbra. Schon auf der Brücke haben wir einen tollen Ausblick auf das historische Zentrum mit der Universidade de Coimbra.
Im unteren Zentrum stoßen wir in einer kleinen Seitengasse auf die Porta de Almedina, sie ist das Eingangstor zur oberen Stadt. Auf unserem Weg erklimmen wir zahlreiche Treppen und plötzlich stehen wir vor dem Museum Machado de Castro. Es beherbergt eine großartige Sammlung von portugiesischen historischen Artefakten. Uns ist heute nicht nach Kunst und wir wenden uns nach rechts, dort steht oberhalb des Museums die Kathedrale Sé Nova, der wir einen Besuch abstatten. Sie gilt als Schatz der portugiesischen Romanik und ist bis zum heutigen Tage intakt geblieben. Es lohnt sich, durch das prachtvolle Portal zu gehen und das beeindruckende Innere zu bewundern.

nordportugal(91)nordportugal(118)

Nur noch ein paar steile Gassen nach oben und wir stehen, etwas außer Puste, auf dem riesigen Innenhof der alten Universität von Coimbre. In einer kleinen Bar für Studenten genießen wir Kaffee und Gebäck.
Anschließend schlendern wir gemütlich in der Altstadt, durch viele kleine Gassen, vorbei an kleinen Gemüseläden, Kunstgewerbeläden und Geschäften des täglichen Gebrauchs.

Zum Abschluss unserer Reise durch den Norden Portugals besuchen wir noch die Städte Batalha, Fatima, Ourem und Tomar.
In Batalha erwartet uns das Highlight der Reise durch Nordportugal, die wohl schönste Kirche des Landes, die Mosteiro de Santa Maria da Vitória. Im Jahre 1385 schlug das Portugiesische Heer unter König João die Spanier. Aus Dankbarkeit über die gewonnene Schlacht ließ der König die Kirche erbauen.

Fátima ist eine Stadt im Kreis Ourém in Portugal. Im Jahre 1917 ist drei Hirtenkindern die Mutter Gottes erschienen. Daraufhin wurde eine Kapelle errichtet. Heute ist es eine Basilika mit einem 65 Meter hohen Zentralturm und der wichtigste Wallfahrtsort in Portugal. Für uns ist es ein beklemmender Ort, viele Kranke kommen hier hin und hoffen durch ein Wunder geheilt zu werden. Die Pilger rutschen auf Knien über den Platz und beten den Rosenkranz.
Ich halte die Basilika im Bild fest und wir verlassen diesen Ort in Richtung Tomar.

nordportugal(65)nordportugal(66)

Bevor wir in das Städtchen einfahren machen wir noch einen kleinen Abstecher zum Pegões-Aquädukt. Es ist sechs Kilometer lang, umfasst 180 Bögen und zählt in Portugal zu den bedeutendsten öffentlichen Bauwerken des 17. Jahrhunderts. An verschiedenen Stellen ist das Aquädukt 30 Meter hoch. Man kann neben der Wasserrinne entlang marschieren, mir war es allerdings nicht ganz geheuer, ich bin nicht schwindelfrei.

nordportugal(48)nordportugal(9)

Auf unserer Weiterfahrt begegnen wir noch einem weiteren Highlight, die Christusritterburg in Tomar. Die Arbeiten am Bau der Burg wurden im 12. Jahrhundert aufgenommen. Die Arbeiten verschlangen viele Jahre, ja Jahrhunderte. Die Christusritterburg gilt als eine der wichtigsten und schönsten Sehenswürdigkeit ganz Portugals. Besonders fallen hier die gepflegten Gartenanlagen auf, Apfelsinen- und Zitronenbäume säumen die Wege.

Hier endet der erste Teil unserer Reise durch das Land der Azulejos.

Unsere Übernachtungsplätze auf der Anreise nach Portugal:

(D) Trier, Stellplatz Reisemobilpark Treviris in den Moselauen   N 49°44‘25‘‘ E 6°37‘28‘‘ (8,- € +Wasser und Strom nach Verbrauch)
(F) Bourges (F), Rue Jean Bouin N 47°4’36’’ E 2°23’55’’ (Kostenlos)
(F) Biarritz, Stellplatz Parking de la Milady, Avenue de la Milady N 43°27’58’’ W 1°34’18’’ (12,- € incl. Strom für 24 Std.)
(E) Palencia, Stellplatz an der Avda. de Madrid. Parking Opcional N 41°59’17’’ W 4°31’04’’ (Kostenlos) V+E

Fazit: Der Norden Portugals ist für Wohnmobilsten auf jeden Fall eine Reise wert. Die Portugiesen sind ein sehr freundliches und hilfsbreites Volk. Diese offene und freundliche Art den Touristen gegenüber, haben wir in Europa noch auf keiner Reise erlebt. Zu keiner Zeit haben wir uns unwohl gefühlt, obwohl wir oft frei, auf einsamen Plätzen übernachtet haben.

Stellplätze mit Vor- und Entsorgung sind ausreichend vorhanden, allerdings kaum Strom. Dank Ladebooster und Gastankflasche hatten wir während der gesamten Reise energie-technisch daher keine Probleme.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
OK Ablehnen