roll up280

Interview mit PHOENIX

Kontakt

Wenn Sie weitere Informationen wünschen, benutzen Sie das Kontaktformular

Impressum

Klick hier>> Impressum

Wer ist online?

Aktuell sind 29 Gäste und keine Mitglieder online

website security

Alle Bilder von Süd-Portugal finden Sie hier: Süd-Portugal

Den Titel „Im Land der Azulejos“ haben wir gewählt, weil uns auf dieser Reise die bemalten Kacheln auf Schritt und Tritt begleitet haben. Viele dieser Fliesen zeigen Motive aus der Region oder geschichtsträchtige Ereignisse aus der Vergangenheit des Landes. Aber nicht nur Kirchen, Bahnhöfe und andere Sehenswürdigkeiten sind mit Fliesenbildern verziert, auch viele normale Wohnhäuser haben als Schmuck die Azulejos an der Fassade, hier allerdings meist unifarben. Selbst die Straßennamen in den Dörfern und Städten sind auf Azulejos gebrannt.

Für unsere Reise nach Portugal haben wir bewusst die vierte Jahreszeit gewählt. Es ist nicht mehr so warm, also optimal für unsere Entdecker-Tour. Das milde Klima und die herrliche Atlantikküste machen Portugal ganzjährig zum idealen Reiseziel.
Im Norden Portugals haben wir die Regionen Minho, Trás-o-Montes, Douro, Alto Douro, Beira Alta, Beira Litoral und die Beira Baixa kennengelernt, und diese endete in Tomar. Nun möchten wir den Süden erkunden, und starten an der Küste in der Nähe des Lagoa de Óbidos in Foz do Arelho.

Das Klima an der Küste von Portugal ist ozeanisch mild, im Norden etwas kälter und oft regnerisch und im Süden dagegen wärmer und trockener. Die hohen Niederschläge im Norden begünstigen das Wachstum der Wälder. Der Süden dagegen ist kaum bewaldet.

suedportugal(108)suedportugal(107)

Die Strände rund um Foz do Arelho sind bei Badetouristen und Wassersportlern sehr beliebt. In den Lagunen kann sehr gut Wassersport betrieben werden, insbesondere Surfen, Rudern und Kiteboard.

Nach einer erholsamen Nacht auf dem Wohnmobilstellplatz Foz do Arelho (N 39°25‘43‘‘ W 9°13‘18‘‘) führt uns die Tour nach Óbidos, einer reizenden kleinen Stadt im historischen Gebiet Estremadura. Der Ort ist eines der meistbesuchten und schönsten Städtchen in Portugal. Nahe am Atlantik an der "Lagoa de Obidos" gelegen, ist es ein vollständig erhaltener mittelalterlicher Ort mit einer schönen Burg, die König Dinis im 13. Jahrhundert errichten ließ. Unterhalb der Burg, in der Nähe vom Viadukt parken wir unser Wohnmobil und nähern uns der Ortschaft.

portugal(118)645suedportugal(16)

Mittlerweile sind auch einige Busse eingetroffen und der Ort füllt sich mit Besuchern. Wir schlängeln uns durch die schmalen Gassen, die mit Blumenschmuck liebevoll dekoriert sind. Durch Zufall gelangen wir in eine Gegend, die abseits vom Touristenstrom liegt. Hier wohnen in kleinen weißen Häusern mit malerisch schön angelegten Gärten wohl die Einheimischen. Es erschließen sich mir unzählige Fotomotive.

suedportugal(15)suedportugal(16)

Wer die raue Brandung liebt, ist bei unserem nächsten Ziel in Peniche genau richtig. Der Ort liegt auf einer Halbinsel mit dem Felsenriff Papoa. Mutige können mit dem Wohnmobil bis an die Abbruchkante fahren. Wen der steife Wind nicht stört, kann hier auch eine Nacht verbringen. Auf einem großen Fels vor der Steilküste beobachten wir dutzende von Kormoranen. An den Abbruchkanten suchen auch zahlreiche Petrijünger ihr Glück, die Angelschnüre reichen in die tosende Gischt bis zu 30 m tief. Kaum zu glauben, das sich hier Fische aufhalten. Wir umrunden weiter die Felsenhalbinsel, immer zerklüfteter wird die Küstenlinie. Hier werden wir Zeuge einer Übung, wo Menschen aus einer Felsspalte geborgen werden. Am Cabo Carvoeiro besuchen wir den Leuchtturm, in dessen Nähe auch gute Übernachtungsplätze zu finden sind.
Bevor wir Peniche verlassen, passieren wir noch eine große Fischfabrik, der Geruch wird uns noch eine Weile begleiten.

peniche1000

Wir schwenken auf die Küstenstraße N247 ein und rollen weiter nach Süden. Hier ist die Landschaft wieder zunehmend durch große Gemüsefelder mit unzähligen Gewächshäusern geprägt. Auf unserem Weg finden wir in São Lourenço noch eine schöne Bucht, hier kann man herrlich picknicken und ausspannen. Die Brandung ist nicht so heftig wie in Peniche, und man kann durchaus noch ein erfrischendes Bad im Meer nehmen.

suedportugal(7)peniche01

Wenn man den Süden von Portugal bereist, sollte man zwei Highlights nicht auslassen, das Cabo da Roca im Kreis Sintra und etwas weiter südlich die Boca do Inferno. Cabo da Roca ist der westlichste Punkt des europäischen Kontinents. Er liegt in einer Höhe von 140 Metern über dem Meeresspiegel. Wer möchte, kann sich im Tourismusbüro den Besuch auf einer Urkunde bestätigen lassen. Wir brauchen diese Urkunde nicht, haben wir als Beweis doch zahlreiche Fotos vom Leuchtturm und der Steinsäule mit dem weithin sichtbaren Kreuz.
Die Boca do Inferno ist eine Schlucht in den Küstenklippen nahe der portugiesischen Stadt Cascais und ein wahrer Höllenschlund. Bei Sturm fegen die meterhohen Brecher in die durch Erosion entstandene Öffnung und werden oben an Land geschleudert. Dies erzeugt ein ohrenbetäubendes Grollen.

suedportugal(68)suedportugal(69)

Jetzt ist es nicht mehr weit bis Lissabon. Wir lenken bei strahlendem Sonnenschein unser Wohnmobil auf einen großen Parkplatz am Fähranleger Belem (N 38°41‘32‘‘ W 9°12‘2‘‘). Es ist Sonntag, deshalb müssen wir ein wenig warten, bis wir unser Wohnmobil parken können. Hier werden wir die nächsten Tage verbringen. Der Parkplatz ist zwar nicht ruhig, dafür zentral und kostenlos. Allerdings verlangen einige selbst ernannte Parkplatzwächter eine „Schutzgebühr“ von zwei Euro, dafür passen sie angeblich auf das Wohnmobil auf. Wir zahlen diese und können dann beruhigt zur Stadtbesichtigung starten.

lissabon01 1000

Lissabon wird wegen des vom Fluss Tejo reflektierenden Sonnenlichts auch die weiße Stadt genannt. Das milde Klima macht diese Stadt ganzjährig zum idealen Reiseziel. Wir beginnen in Belem mit dem schönen weißen Turm Torre Belem, der direkt an der Hafeneinfahrt 1521 erbaut wurde, und stolze 35 Meter misst. Von der Terrasse aus, in luftiger Höhe, hat man eine wunderbare Aussicht auf den Jejo und die umliegenden Viertel. Wir nehmen die Buslinie um in die Innenstadt zu gelangen. Am wohl schönsten Platz, dem Praca do Comércio, steigen wir aus. In der Mitte steht das Reiterstandbild von König José. Von dort aus gelangt man in die Fußgängerzone und zum Elevador de Santa Justa. Erbaut hat diesen Aufzug ein Schüler von Gustav Eiffels, eingeweiht wurde er 1902. Geräumige Holzkabinen ziehen die Menschen seither nach oben.

suedportugal(34)suedportugal(30)

Und dann entdecken wir die Elevador da Glória-Bahn. Sie wurde 1885 erbaut, mit einer Steigung von 18 %. Diese verbindet die Unter- mit der Oberstadt. Diese Fahrt ist lohnenswert, kann man doch oben auf dem Bairro Alto mit dem kleinen idyllischen Park die schöne Aussicht auf Lissabon genießen. In den folgenden Tagen besichtigen wir noch viele weitere Sehenswürdigkeiten, die einen eigenen Reisebricht füllen würden. Ein absolutes Muss ist jedoch eine Fahrt mit der legendären Tram 28 hinauf zur Festung Castelo de Saó Jorge und der Altstadt Alfama mit den mittelalterlichen Gassen. Die Tram ist eine Touristenattraktion, es herrscht dichtes Gedränge und man wird heftig durchgeschüttelt. Auch hinauslehnen ist nicht gut, denn an einigen Stellen ist zwischen Tram und Häuserfront nur einen halben Meter Platz.

suedportugal(29)suedportugal(28)

Nach einem kleinen Aufstieg zu Fuß hat man von einem der höchsten Punkte Lissabons eine großartige Aussicht über die Stadt und den Fluss Tejo. Zum Abschluss gönnen wir uns noch eine Rundfahrt durch Lissabon mit einem Tuk-Tuk. Mit so einem Gefährt ist man hautnah dran am Geschehen.
Nach drei ereignisreichen Tagen verlassen wir die Innenstadt um auf dem Campingplatz in der Estrada da Circunvalação noch eine Nacht zum Wäsche gewaschen und zum Vor- und Entsorgen zu verbringen. Für die nächsten vier Tage sind wir dann wieder autark.

Unser nächstes Ziel wird wieder in das Landesinnere führen, ins Alto Alentejo und Baixo Alentejo. In einem kleinen Ort namens Canha passiert es dann; ich touchiere in einer sehr engen Gasse mit dem Alkoven das Ziegeldach eines kleinen Häuschens. Ein älterer Herr kommt fassungslos aus seinem Haus gelaufen. Wir ahnen böses, aber er ist überaus freundlich. Er verlangt nur für das Material 50,00 €, das Auswechseln der Dachziegel wird er selbst vornehmen. Wir geben uns die Hand, bedanken uns mehrmals und können es kaum fassen, dass die Sache für uns so glimpflich ausgegangen ist.
Zu allem Unglück platzt wenig später auch noch der Luftbalg an der hinteren rechten Achse. Nach Rücksprache mit der Firma Goldschmitt können wir aber unsere Reise vorsetzen.

portugal(82)645portugal(166)645Weiter geht es nach Coruche; dieses Städtchen ist bekannt für seine Korkproduktion. Schon auf dem Weg fallen uns die riesigen Korkeichenwälder auf. Diese werden ca. 200 Jahre alt.  In dieser Zeit können Sie nur alle 8 bis 10 Jahre geschält werden, wobei die erste Ernte erst nach 25 Jahren erfolgen darf. Zwei Drittel der Produktion fließt für die Weinindustrie in die Herstellung von Flaschenkorken. Rund ein Drittel der gesamten Bestandsfläche der Welt entfällt auf Portugal. Unsere Nacht verbringen wir neben der Stierkampfarena an der Uferpromenade des Rios Sorraia (N 38°57‘30‘‘ W 8°31‘13‘‘).

Wir verlassen Coruche auf der N114 und besuchen in Montemor o-Novo das Castelo.
Von der Festungsmauer, die im 13. Jahrhundert errichtet wurde, ist der Hauptteil erhalten, der durch elf zylindrische Türme verstärkt wurde. Später wurde die Verteidigungsanlage ausgebaut und durch eine Mauer mit Schießscharten ergänzt. Die rechteckige Burg wird   von zwei Türmen bewacht, von denen heute nur noch die Ruinen zu sehen sind.

suedportugal(9)suedportugal(89)

Immer tiefer geht es ins Alentejo. Korkeichenwälder und Olivenhaine wechseln sich ab. Schließlich erreichen wir die Talsperre Alqueva, sie ist mit ca. 85 Kilometer Länge die größte Portugals und staut hier den Rio Guadiana. Wir fahren über die Staumauer und finden auf der anderen Seite am Ufer einen schönen Picknickplatz. Wir genießen bei 21°C die Sonne und erholen uns von der Fahrt. Unser Nachtlager schlagen wir für heute in Santiago do Cacém auf (N 38°0‘45‘‘ W 8°41‘41‘‘).
Der Ort liegt rund um einen Berg mit der Burgruine. Man hat von der Ruine aus eine tolle Aussicht auf die Industriemetropole Sines. Auch die Strände des atlantischen Ozeans kann man bei gutem Wetter von hier aus sehen. Es gibt einen historischen Ortskern, die Gassen sind hier allerdings sehr eng und für größere Wohnmobile nicht geeignet. Besonders haben uns die mit Orangenbäumchen geschmückten Straßen und Gassen gefallen.

Auf unserem heutigen Plan steht noch die Hafenstadt Sines. Auf der Fahrt dorthin riechen wir es schon deutlich, wir durchfahren das Zentrum der portugiesischen Erdölverarbeitung. Destillierkolonnen und riesige Öltanks neben der Strecke. Auch als wir unterhalb der Burg einen Parkplatz finden, der feine Öl-Benzingeruch ist allgegenwärtig. Wir erklimmen die Treppe zur Altstadt. Hier ist allerdings nicht viel zu bestaunen, nur die Burgmauer mit den Kanonen, die auf das Meer gerichtet sind. Nach einem kurzen Rundgang setzen wir unsere Fahrt fort, und finden noch ein tolles Plätzchen zum Relaxen. Gegenüber des Städtchens Vila Nova de Milfontes, an der Praia das Furnas am Rio Mira neben einem Dünengürtel ist in dieser Jahreszeit nicht viel los, hervorragend zum Übernachten (N 37°42‘53‘‘ W 8°47‘4‘‘).

suedportugal(110)suedportugal(66)

Wir wenden den Bug unseres Wohnmobils Richtung Süden, entlang der Costa Dourada nähern wir uns auf der N120 der Costa do Algarve. Wieder mal ändert sich die Landschaftsform, Hügel und Täler wechseln ständig, wir befinden uns im Gebiet des Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina. Immer wieder bezaubern uns die weiß leuchtenden Häuser an den Hügeln und in den Tälern.
Mehrere braune Schilder auf unserer Route weisen den Weg zu den schönsten Badebuchten. Heute regnet es ununterbrochen und wir besuchen nur einige der schönsten Strände. Kurz vor Odeceixe folgen wir dem Hinweisschild Azenha de Mar. Nach einer längeren Pause an einem urigen Strand setzen wir unsere Fahrt Richtung Aljezur fort. Hinter der Brücke über den Rio de Seixe endet die Costa Dourada und wir bewegen uns fortan an der Algarve. Kurz vor Carrapateira biegen wir zur Praia do Bordaira ab. Die schmale Straße führt durch riesige Dünen, bis wir schließlich das wild schäumende Meer erreichen. Hier weht ein scharfer Wind. Anne möchte hier nicht übernachten und so beschließen wir den Campingplatz Orbitur in Sagres anzufahren (N 37°1‘23‘‘ W 8°56‘44‘‘). Wir bezahlen 15 € und richten uns häuslich auf den fast leeren Platz ein.

Der folgende Tag zeigt sich von seiner besten Seite, Sonnenschein pur. Ein Besuch an der Praia da Boca do Rio bietet sich da förmlich an. Vor dem Sonnenbad steht aber ein Besuch der Fortaleza de Sagres an. Dieses Nationaldenkmal ist von großer Bedeutung für die Portugiesen. In der renovierten Festung soll sich die Seefahrtsschule Heinrich des Seefahrers befunden haben. Wir zahlen den Eintritt von 3 €/Person und schlendern über den Innenhof mit der großen Windrose. Rechts sehen wir eine kleine weiße Kapelle, die innen sehr schlicht gehalten ist. Auf dem langen Plateau genießen wir die Aussicht. Auch hier stehen Angler dicht an der steilen Klippe und werfen ihre Angelschnüre in die 60 m tiefe Brandung. Von dieser Stelle hat man einen sehr schönen Blick auf das Cabo de Sao Vicente. Es bildet gemeinsam mit der benachbarten Ponta de Sagres die Südwestspitze des europäischen Festlandes.

sagres lagos 1000

Nun ist erst mal Erholung angesagt, wir fahren eine kurze Strecke bis zur Badebucht Praia da Boca do Rio, stellen unser Wohnmobil direkt am Strand ab, holen unsere Stühlchen raus und lassen uns von der Sonne verwöhnen.
Das Highlight dieses Tages aber steht uns noch bevor, die Ponta da Piedade. Diese traumhaften Felsformationen bieten ideale Fotomotive, so habe ich mir die Küste an der Algarve vorgestellt. Das Meer hat hier in Jahrhunderten tiefe Spalten, Torbögen und Grotten in die Steilküste gefräst. Die Felsen strahlen in gelben, rotbraunen und weißen Farben. Mehrere Treppen führen hinab bis zum Meeresspiegel, wo das blaue und türkisfarbene Wasser in die Grotten sprudelt. Auf einem Felsen erkennen wir zwei Kormorane, die sich ihr Gefieder putzen. Wir erkunden noch die Umgebung rund um den Leuchtturm, bevor wir zurück zum Wohnmobil gehen. Auf dem kleinen Parkplatz ist eigentlich Parken und Übernachten für Wohnmobile verboten, aber in dieser Jahreszeit sind nur wenige Fahrzeuge hier und niemand fühlt sich gestört.

ponta di pidade03suedportugal(2)

sagres lagos 02 1000

Es sind nur wenige Kilometer zu unserem heutigen Nachtlager, wir verbringen die Nacht neben dem Stadion von Lagos (N 37°6‘55‘‘ W 8°40‘40‘‘). Die obligatorische Altstadtbesichtigung von Lagos beginnen wir am folgenden Morgen. Die Kopfsteinpflastergassen sind von kleinen Geschäften, Souvenirläden, Bars und Restaurants gesäumt und laden zu einem Spaziergang und zum Kosten der lokalen Gastronomie ein. Besonders gefallen uns auch die wunderschönen schmiedeeisernen Balkone und die blumenreichen Innenhöfe. Auch der Yachthafen ist sehenswert, er hat ein sehr moderneres Flair. Auch die zahlreichen Cafés laden zum Verweilen ein.

Lagos Kircheportugal(150)645

Unser nächstes Ziel wird uns wieder einmal in die Bergwelt entführen, wir möchten die höchste Erhebung an der Algarve erklimmen, den Fóia. Es ist ein 902 m hoher Berg in der Serra de Monchique. Wir fahren durch eine üppig bewachsene Landschaft mit sanften Hügeln und dichten Wäldern vorbei in die Höhe. Auf dem Gipfel angekommen empfangen uns riesige Antennenanlagen. Es ist heute ein sonniger Tag, man sollte hier oben die gesamte Südküste von Faro bis zum Kap St. Vincent sehen können. Leider macht uns Petrus einen Strich durch die Rechnung, ich hatte meine Kamera noch nicht in Position gebracht, da zog sich in Minuten der Himmel zu und wir standen im Nebel. Also besuchen wir das Café, trinken Kaffee und machen uns wieder auf die Rückfahrt Richtung Silves.

Dieser malerische Ort liegt an einem Hang am Rio Arade den bis heute eine mittelalterliche Brücke überquert. Unterhalb der maurischen Burg, mit seinem roten Sandstein das Wahrzeichen der Stadt, verzaubert dieser Ort die Besucher mit seinen malerischen Gassen und der Kathedrale, die einst das Grab von João II., dem ehemaligen König von Portugal beherbergte. Vor der Burg, der ein großer Anziehungspunkt ist, steht die massive Bronzeplastik von König Sancho I.

suedportugal(79)suedportugal(80)

Nach einem ereignisreichen Tag parken wir zum Übernachten unser Wohnmobil auf einem großen Parkplatz in der Nähe der Altstadt.

Am folgenden Morgen durchfahren wir weitläufige Apfelsinen- und Zitronenplantagen. Die Gegend um Silves ist die Hauptregion für den Anbau von Zitrusfrüchten, auch Granatäpfel und Quitten werden hier geerntet. Man erkennt deutlich den Unterschied zur Landwirtschaft im Norden von Portugal, hier scheint es den Bauern sehr gut zu gehen. Die Haupthäuser neben den Plantagen sind oft wahre Prachtbauten.
In Höhe von Albufeira weist uns ein Schild zur Badebucht Praia dos Arrives. Es ist wohl eine der schönsten Badeplätze die wir in Südportugal besucht haben (N 37°4‘ 32‘‘ W 8°16‘41‘‘). Gewaltige, bizarr zerklüftete kupferfarbene Felsbrocken ragen vor den glitzernden, goldenen Sandstränden aus dem Wasser. Wir können mit dem Wohnmobil direkt an der Abbruchkante stehen und das Spektakel bewundern, die Anziehungskraft ist unwiderstehlich. Auch hier sind wieder einige Angler, die auf der Klippe ihr Glück versuchen. Übrigens, ich habe in der gesamten Zeit keinen Angler erlebt, der einen Fisch am Haken hatte, vielleicht füttern sie ja nur die Fische!

portugal(138)645suedportugal 92

Die nächsten Tage möchten wir in aller Ruhe am Strand verbringen, daher suchen wir entlang der N125 nach Hinweisschildern, die auf Badestrände hinweisen. Diese gibt es an der Algarve reichlich. Wir finden ihn in Manta Rota. Umgeben von hunderten Ferienhäusern und Ferienwohnungen liegt hier ein offizieller Stellplatz für Wohnmobile (N 37°9‘54‘‘ W 7°31‘15‘‘),
Der Strand besticht durch seinen superfeinen Sand und das flachabfallende, saubere Wasser. Hier ist alles sehr gepflegt und super sauber. In unmittelbarer Nähe befinden sich mehrere Restaurants, also gute Voraussetzungen für unbeschwerte Urlaubstage.

Wer die Algarve bereist, sollte Faro, der Hauptstadt in dieser Region, unbedingt einen Besuch abstatten. Diese geschäftige Stadt liegt an einem der schönsten Naturparadiese mit Lagunen, natürlichen Dünen und atemberaubenden Stränden – dem Naturpark Ria Formosa. Nach einer ruhigen Nacht auf einem Parkplatz in der Nähe vom Bahnhof gehen wir auf Erkundungsreise. Faro hat sich seinen traditionellen Charme bewahrt; dies können wir bei unserem Rundgang durch die Altstadt bewundern. In den traditionellen Fischrestaurants werden Spezialitäten mit Fisch und Meeresfrüchten angeboten, die häufig direkt aus der Lagune stammen. Verwundert waren wir auch über die zahlreichen Storchennester rund um die Altstadt, dass Geklapper der Störche ist weithin zu hören.

faro 01 1000

suedportugal(51)suedportugal(48)

Besonders hat es uns auch die Kathedrale Sé angetan. Wir lösen am Eingang zwei Tickets á 3 € und betreten die wunderbar mit Azulejus geschmückte Kirche. Besonders sehenswert sind auch die Holzarbeiten an den Altären. Das Ticket beinhaltet auch einen Besuch des angrenzenden Museums, mit allerlei Kostbarkeiten aus der Vergangenheit.

Hier endet nun auch unsere Reise durch Südportugal. Nach fünf wunderbaren Wochen müssen wir leider dieses tolle Land, mit den überaus freundlichen und hilfsbereiten Portugiesen wieder verlassen.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
OK Ablehnen